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Huisheim

22.01.2020

Präsident ist begeistert vom Ball der Begegnung

Ein fröhliches Miteinander in Huisheim: Der „Ball der Begegnung“ fand heuer zum 33. Mal statt. Rechts im Bild: Petra Schneid von den Blaumeisen.
Bild: Szilvia Izso

Exklusiv Das närrische Jubiläum in Huisheim lockt auch den Chef des Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtverbandes. Der sagt: „Das ist, was den Fasching ausmacht.“ 

Die Blaumeisen in Huisheim haben zusammen mit vielen Gästen ein närrisches Jubiläum der besonderen Art gefeiert. Der Verein richtete zum 33. Mal den „Ball der Begegnung“ aus. Erneut mit dabei waren Gruppen von Behinderteneinrichtungen aus dem Donau-Ries-Kreis.

Als Ehrengast war Christoph Spies, Präsident des Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverbands (BSF) unter den Zuschauern. In dem Verband sind rund 150 Vereine mit insgesamt etwa 22500 Mitgliedern zusammengeschlossen. Wir sprachen mit dem Präsidenten über die Veranstaltung und seine Eindrücke.

Waren Sie schon einmal bei einem solchen Ereignis?

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Spies: Die Blaumeisen hatten mit bei einem anderen Besuch eingeladen. Für mich war der Ball der Begegnung eine Premiere.

Wie hat er Ihnen gefallen?

Spies: Das ist eine tolle Veranstaltung. Die Atmosphäre war wunderbar. Die Gruppen haben schöne Einlagen geboten, es war gut anzusehen. Es war perfekt.

Was hat Sie besonders beeindruckt?

Spies: Wenn man sieht, wie da alle miteinander tanzen – das ist, was den Fasching in meinen Augen ausmacht. Da geht es nicht darum, dass irgendwelche Partymenschen einen auf Ballermann machen. Da geht es vielmehr um das Miteinander – egal ob jung oder alt, behindert oder nicht behindert. So werden Frohsinn und Heiterkeit verbreitet. Der Fasching ist auch dazu da, die Last des alltäglichen Lebens vergessen zu machen.

Gibt es im Gebiet des Bayerisch-Schwäbischen Fasnachtsverbands etwas Vergleichbares?

Spies: Es gibt ähnliche Veranstaltungen, aber in Huisheim ist schon bemerkenswert, dass das Miteinander auf diese Weise schon Jahrzehnte praktiziert wird. Es fing dort an, als man das Wort Inklusion noch gar nicht kannte. Die Verantwortlichen damals haben einfach gesagt: Das machen wir. Es ist schön, dass es so etwas gibt.

Sehen Sie den Ball der Begegnung als flächendeckendes Vorbild?

Spies: Diese Veranstaltung ist schwierig zu kopieren. So etwas muss sich entwickeln. Man braucht die Voraussetzungen dafür, zum Beispiel viele Helfer und eine geeignete Halle. Es wäre schön, wenn es mehr solche Veranstaltungen gäbe, die dem Faschingsgedanken Rechnung tragen.

Dazu lesen Sie auch: Ball der Begegnung: 33 Jahre gelebte Inklusion

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