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Festival

14.05.2019

Punkiger Konzertabend rund ums Thema Wasser

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Die Vertreter von Viva con Agua aus Augsburg in ihrem Stand samt Pfandtonne.

In Huisheim treten mehrere Bands bei einer Veranstaltung auf, deren Erlös an einen speziellen guten Zweck geht

Es ist Mitternacht, als Moritz Frankl die Bühne am Huisheimer Fahrradplatz betritt. „Wasser ist ein Menschenrecht“, verkündet er und wird dafür nicht etwa von Aktivisten, sondern von Fans des Punks bejubelt. Vor ihm sind vier Bands aufgetreten, nach ihm kommen die international bekannten Los Fastidios auf die Bühne. Trotzdem trifft er mit seiner Ansprache den Kernpunkt des Abends, denn in Huisheim findet Samstag ein Benefizkonzert statt, dessen Erlös an den Verein „Viva con Agua“ geht. Dieser unterstützt weltweit Wasserprojekte der Welthungerhilfe.

Aber die Veranstaltung geht nicht etwa von „Viva con Agua“ aus. „Wir, also die Augsburger Crew, wurden von den Huisheimern angesprochen“, erklärt Veronika Kleiner, Mitglied der Stellvertreter des Vereins in Augsburg. Die „Crew“ ist auch vor Ort und hat einen Stand aufgebaut, wo sich die Festivalbesucher über ihr Engagement informieren können. „Viva con Agua de Sankt Pauli“, wie es offiziell heißt, unterstützt Wasserprojekte auf der ganzen Welt. Dabei setzt die Hilfsorganisation auf Aktionen in Verbindung mit Musik-, Sport- oder Kunstevents – wie in Huisheim.

Außerdem können am Stand Flaschen und Becher abgegeben werden. Dadurch spendet man das Pfand, das man sonst an der Bar zurückbekäme, für den guten Zweck. Dazu hat die Augsburger Crew die für sie typischen Pfandtonnen dabei, mit denen sie auch auf großen Festivals unterwegs sind. Noch wichtiger als die finanzielle Unterstützung ist ihnen, darauf aufmerksam zu machen, wofür sie stehen.

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Moritz Frankl, der die Veranstaltung zusammen mit dem Juze organisiert hat, ist zwar nicht Mitglied bei Viva con Agua, schätzt aber das Engagement des Vereins. Er ist Lehramtsstudent und wurde während Geografie-Vorlesungen mit der Wasserverschwendung und -knappheit auf der Welt konfrontiert. „Unsere Jugendheim-Partys sind immer gut besucht. Da war es einen Versuch wert, etwas größeres auf die Beine zu stellen. „Viva con Agua passt da gut dazu.“ Für ihn und die Huisheimer Jugend, bei der er Mitglied ist, handle es sich um eine „Win-win-Situation“, denn so können sie nicht nur Geld spenden, sondern auch ihre Lieblingsband Los Fastidios in Huisheim erleben.

Die gesamten Einnahmen des „Wasserdicht“- Benefizkonzerts werden sie spenden, so Frankl. Zudem überlassen die vier Vorbands, die größtenteils aus Freunden und Bekannten von Juze-Mitgliedern bestehen, ihre Gagen Viva con Agua. Das kommt bei den Besuchern richtig gut an, sowohl bei denen, die wegen der Bands gekommen sind, als auch bei den zahlreichen Leuten aus der Umgebung, die Punk sonst eher selten hören würden. Selbst der Regen vermiest die Stimmung des „Wasserdicht“-Konzerts nicht. Wobei das viele Regenwasser sich laut Moritz Frankl „an Ironie nicht mehr überbieten lässt“.

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