1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Rabatz im Ankerzentrum: Neun Verletzte bei Auseinandersetzung

Donauwörth

17.10.2018

Rabatz im Ankerzentrum: Neun Verletzte bei Auseinandersetzung

Im Ankerzentrum in Donauwört hat es am späten Dienstagabend großen Ärger gegeben. Zahlreiche Polizisten waren im Einsatz. 
Bild: Wolfgang Widemann (Archivbild)

Mitarbeiter des Sicherheitsdienst hatten eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Nigerianern. Erst die Polizei konnte die Situation beruhigen.

Nachdem es über Wochen hinweg im Ankerzentrum in Donauwörth einigermaßen ruhig geblieben war, ist die Situation am späten Dienstagabend wieder einmal eskaliert. Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts lieferten sich eine massive Auseinandersetzung mit einer Gruppe von Nigerianern. Mindestens neun Personen erlitten Verletzungen. Erst ein größeres Polizeiaufgebot konnte die Lage wieder beruhigen.

Sicherheitsmitarbeiter fanden ein Messer in einem Zimmer

In dem Zentrum für Asylbewerber in der ehemaligen Kaserne sowie in der Stadt sorgten im Laufe des Jahres – wie mehrfach gemeldet – vor allem einige Gambier für Ärger. Seit August sind in der Einrichtung auch Nigerianer untergebracht. Sie gelten nach Erfahrungen der Polizei in Bayern als nicht unproblematisch. In Donauwörth befinden sich zwischen 50 und 100 Nigerianer. Bislang fielen sie in dem Zentrum nicht groß auf.

Am Dienstag fanden Mitarbeiter der Firma, die in der Unterkunft für Ruhe und Ordnung sorgt, aber in einem Zimmer, das mehrere Afrikaner bewohnen, ein Messer. Dies ist laut Hausrecht im Wohnbereich verboten. Als sich die Ordnungskräfte entschlossen, das Zimmer zu durchsuchen, reagierten die dort anwesenden Nigerianer laut Polizei „äußerst aggressiv“. Es sei zu „wechselseitigen Tätlichkeiten“ gekommen. Die Sicherheitsleute hätten mehrere Afrikaner fesseln müssen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Situation habe sich dadurch weiter aufgeschaukelt. Es solidarisierten sich rund 50 Landsleute mit den Personen, die in die Auseinandersetzung verwickelt waren. Jetzt verständigten die Sicherheitsleute die Polizei. Die rückte mit zahlreichen Kräften aus umliegenden Dienststellen und des Einsatzzugs aus Augsburg an. Zudem eilten ein Notarzt und zwei Rettungswagen in die Unterkunft.

Mehrere Verletzte - erst die Polizei konnte die Situation beruhigen

„Die Situation konnte vor Ort beruhigt werden“, berichtet Gerhard Bißwanger, stellvertretender Leiter der Inspektion Donauwörth. Allerdings hätten neun Beschäftigte der Sicherheitsfirma Verletzungen erlitten. „Da ist es schon kräftig zur Sache gegangen“, merkt Bißwanger dazu an. Mehrere der Mitarbeiter seien von einer 25-Jährigen gebissen worden. Ein Teil der Verletzten musste im Krankenhaus behandelt werden. Alle neun Betroffenen seien erst einmal krankgeschrieben.

Ob beziehungsweise wie viele der Asylbewerber verletzt wurden, stehe noch nicht fest. Man stehe erst am Anfang der Ermittlungen. Stand Mittwochmittag stünden sechs Afrikaner wegen Körperverletzung unter Verdacht, sowohl Männer als auch Frauen.

Bei der Auseinandersetzung ging zudem eine Glasscheibe zu Bruch. Der Schaden beläuft sich laut Polizei auf rund 500 Euro. Am Mittwoch seien bis zum Mittag keine weiteren Vorkommnisse gemeldet worden: „Die Lage ist momentan ruhig.“

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

18.10.2018

Nur mal so zur Info, Gambia liegt in Afrika, Afrika ist kein Land sondern ein Kontinent.
Und ja, ich habe eins von innnen gesehen, und Sie?
Klar ist, was dort passiert nicht ok ist. Aber wenn man die Leute ohne Perspektive einsperrt und einpfercht trägt das nicht
zur Ruhe bei. Hier braucht es schnellere Entscheidungen. Aber das kommt nun wirklich nicht überraschend....

Permalink
18.10.2018

Die Leute dort sind nicht eingesperrt, haben alles was sie zum Leben benötigen. Und sie dürfen das Gelände auch verlassen. Wo ist das Problem dann also? Was schlagen Sie denn für Lösungen vor? Wo sonst soll man die Asylbewerber oder besser gesagt Migranten denn unterbringen? Und ja, ich habe auch schon mal ein Ankerzentrum von innen gesehen. Die Leute sind dort durchaus menschenwürdig untergebracht.

Permalink
17.10.2018

Dank unsrem unfähigen Innenminister Seehofer haben wir jetzt solche Gefängnisse. Das hier alle angespannt und verzweifelt sind ist kein Wunder. Da braucht es nicht viel, dass die Situation eskaliert. Keiner weiß wie die Sicherheitsleute reagiert haben, wohl eher nicht deeskalierend. Aber wieder mal ein gefundenes Fressen für die AZ.

Permalink
17.10.2018

>> Am Dienstag fanden Mitarbeiter der Firma, die in der Unterkunft für Ruhe und Ordnung sorgt, aber in einem Zimmer, das mehrere Afrikaner bewohnen, ein Messer. Dies ist laut Hausrecht im Wohnbereich verboten. <<

Ich denke es sind in Deutschland die letzten Jahre schon genug Menschen mit Messern getötet worden. Hier ist konsequentes Handeln richtig. Asylbewerber haben zu akzeptieren, dass hier unsere Regeln und unsere (zum Glück) strengen Waffengesetze gelten.


Permalink
17.10.2018

Woher wollen Sie denn wissen, dass die Ankerzentren Gefängnisse sind? Haben Sie schon mal ein Ankerzentren von innen gesehen? Können Sie da mit reden? Ach so, nur mal zur Erinnerung: Erst vor ein paar Wochen wurde eine Mitarbeiterin im Ankerzentrum Donauwörth von einer Asylbewerberin mit dem Messer bedroht! Finden Sie das in Ordnung? Über diesen Vorfall gab es einen Artikel in der AZ.

Permalink
18.10.2018

Tatsache ist doch, das diese Afrikaner kaum ein Anrecht auf Asy haben, ebenso die Gambier, ja vorher die große Freiheit genossen haben und auch Rabatz gemacht haben wo es nur ging. Diese unberechtigten Einwanderer sollten schnellstens rückgeführt werden, dann sind viele Probleme gelöst.

Permalink
Lesen Sie dazu auch
DSC_8842.JPG
Donauwörth

Drohbriefe an Ankerzentrum: Was die Polizei davon hält

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket