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16.07.2018

Radeln gegen Stress und Sorgen

Der Motor des E-Bikes soll die Umwelt schonen, heißt es in einer Pressemitteilung der AOK.

Auch wer auf die Hilfe eines Elektro-Antriebs zurückgreift, tut etwas für seine Gesundheit. Wann eine Fahrerlaubnis und ein Helm Pflicht sind.

Steile Steigungen mühelos hochfahren oder lange Strecken ohne größere Probleme bewältigen – mit einem E-Bike oder Pedelec ist das mittlerweile einfach. Viele nutzen das elektrogetriebene Fahrrad, um in die Arbeit zu fahren oder im Alter noch mobil zu sein. Das solle selbst mit dem E-Bike gesundheitsfördernde Effekte haben, so heißt es in einer Pressemitteilung der AOK Bayern. Die gleichmäßigen Bewegungen sollen Stress abbauen und entspannen. Außerdem wirken sich Tageslicht und frische Luft positiv auf die Psyche aus und verbessern die Stimmung.

Von dem elektronischen Antrieb sollen insbesondere körperlich beeinträchtigte oder weniger sportliche Menschen profitieren, denn sie haben mehr Erfolgserlebnisse. Aber auch für Berufstätige, deren tägliche Strecke zur Arbeit für ein normales Rad zu lang oder zu bergig sei, eigne sich ein Elektro-Rad. Dieses schone dazu die Umwelt.

Unterschied zwischen zwei Typen

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Im Alltagssprachgebrauch heißt alles „E-Bike“. Unterschieden wird jedoch zwischen Elektrorädern mit hybridem Antrieb und solchen, die ohne Treten losfahren. Diese Unterscheidung sei auch in verkehrs- und versicherungstechnischer Hinsicht wichtig.

Die gängigen E-Bikes seien Fahrräder mit hybridem Antrieb, sogenannte Pedelecs: Der Radfahrer werde beim Treten von einem Elektromotor unterstützt. Pedelecs gelten daher juristisch als Fahrrad – deshalb sei es erlaubt, Radwege zu nutzen. Ein Fahrradhelm und eine Privathaftpflichtversicherung sind nicht gesetzlich vorgeschrieben, werden aber empfohlen, heißt es in der Pressemitteilung. Ein Führerschein ist deshalb auch nicht notwendig. Rund 99 Prozent der verkauften Pedelecs machen „E-Bikes-25“ aus, also Räder mit einer Maximalgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern.

Kaum gefragt seien derzeit „E-Bikes 45“, also schnelle Pedelecs, deren Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern unterstützt. Sie gelten nach dem Straßenverkehrsgesetz als Kleinkrafträder, sind versicherungspflichtig und erfordern entsprechende Fahrerlaubnis. Wer sie fährt, muss einen Helm tragen.

Trainingskurse sind möglich

Außerdem weist die AOK in der Pressemitteilung darauf hin, dass Fahrer, die mit E-Antrieb schnell unterwegs sind, gut aufpassen sollten: Laut Unfallforschung der Versicherer gibt es bei Unfällen von Pedelecs mit Personenschaden jährliche Steigerungsraten von rund 33 Prozent, was auch auf die steigende Anzahl an Pedelecs zurückzuführen ist, die auf den Straßen unterwegs sei. Betroffen sind überwiegend Ältere, die derzeit die Hauptnutzergruppe von E-Bikes sei. Sie würden die neu gewonnene Mobilität genießen, sollen aber häufig Schwierigkeiten mit der Handhabung und der ungewohnten Geschwindigkeit haben, so die Vermutung in der Pressemitteilung der AOK. Die rät unsicheren E-Bike-Fahrern einen Trainingskurs zu absolvieren.

Noch bis Ende August 2018 läuft „Mit dem Rad zur Arbeit“, eine Initiative von AOK und ADFC. Die Aufgabe besteht darin, an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zum Arbeitsplatz zu fahren. Es spielt keine Rolle, wie lang die Strecke ist und ob die Teilnehmenden ein E-Bike oder ein herkömmliches Fahrrad nutzen. Auch Pendler können teilnehmen.

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