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Randale in Riedlingen: Heimtückische Taten

Randale in Riedlingen: Heimtückische Taten
Kommentar Von Thomas Hilgendorf
06.07.2020

Was in Riedlingen passiert ist, sind keine Lausbubenstreiche mehr. Es sind kriminelle Taten.

Es ist müßig zu erwähnen, dass jene Taten, wie sie in der Nacht auf Montag in Riedlingen begangen wurden, alles andere als Lausbubenstreiche sind. Im Klartext: Sie sind absolut kriminell – ob nun unter Alkoholeinfluss geschehen oder ohne. Leider kommt so etwas immer wieder vor, wenn auch in variierenden Formen: Radmuttern lockern, Feuer vor und an Häusern entfachen (in denen Familien schlafen), Wiesen und Büsche in Brand setzen; nicht zu vergessen die Täter, die in den vergangenen Jahren Metallstücke in Maisfeldern versteckt hatten um die teuren Mähfahrzeuge zu beschädigen und die Bauern in Gefahr bringen. Solche Taten sind feige, perfide, heimtückisch. Das üble Gefühl, das den Opfern bleibt, finden die Täter teuflischerweise all zu oft noch erbaulich.

So wundert es zumindest nicht, dass mancher Mitbürger etwas misstrauischer wird und dass die Sicherheitstechnik boomt. Eine sinnlose Debatte sollte mittlerweile zumindest wieder vom Tisch sein: jene um eine Reduzierung von Polizeidienstposten. Um es milde zu formulieren: Das Benehmen/ Verhalten eines Teils der Menschheit ist nicht unbedingt besser geworden in den vergangenen Jahren.

Und ohne gleich all zu große Untergangsszenarien an die Wand zu malen – auch ein gewisser Werteverfall ist spürbar; der Respekt vor fremdem Eigentum, wichtiger: der vor fremdem Leben, auch jener vor den Autoritäten, er schwindet mithin.

So bleibt zu hoffen, dass die Täter geschnappt werden und wenigstens die Konsequenzen solcher Straftaten in Zukunft abschreckend wirken. Irgendwann und irgendwie wird sich wohl jedermann für sein Tun und Unterlassen zu verantworten haben. Auch das sollte den Tätern jener besonders heimtückischer Taten zu denken geben. Aufrichtige Reue wäre das Mindeste, was sie zeigen sollten.

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