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Kaisheim

10.05.2019

Rathaus Kaisheim: Warten auf die Hilfe des Staates

Das Strauß-Haus (weiße Fensterrahmen) und das Dach des anschließenden Rathauses in Kaisheim sollen saniert werden. 
Bild: Wolfgang Widemann

Bei der Finanzierung der Rathauserweiterung in Kaisheim gibt es einen Rückschlag. Wie die Alternative aussieht und warum die Zeit drängt.

Die Rathauserweiterung in Kaisheim ist ein lange und kontrovers diskutiertes Projekt. Ziel der Gemeinde ist es, das direkt an das jetzige Verwaltungsgebäude anschließende Strauß-Haus zu sanieren, um zusätzliche Räume für die Bediensteten zu erhalten. Weil die Marktgemeinde finanzschwach ist und es sich um einen recht maroden historischen Komplex handelt, der hohe Baukosten verursacht, ist die Kommune auf staatliche Hilfe angewiesen.

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Aber auch die läuft nicht reibungslos. Deshalb gibt es hinter dem Projekt weiter manches Fragezeichen.

Ziel: Start Mitte 2019

Ziel der Gemeinde ist es, so erklärte Bürgermeister Martin Scharr bereits vor einigen Monaten, das Vorhaben Mitte 2019 anzupacken. Das muss dem Rathauschef zufolge auch passieren, da ein Teil der zugesagten Förderung nur dann fließt, wenn die Maßnahme 2020 abgeschlossen wird. Die Rede ist vom ersten Bauabschnitt, bei dem nicht nur das Strauß-Haus selbst komplett saniert werden soll, sondern auch das anschließende Dach des Rathauses. Geschätzte Kosten: gut drei Millionen Euro.

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Nach intensiven Bemühungen kann die Gemeinde mit staatlichen Zuwendungen aus verschiedenen Töpfen rechnen. Etwa 1,6 Millionen Euro sollen fließen, was gut die Hälfte der Bausumme wäre. Mündlich zugesagt waren über 800000 Euro aus dem sogenannten Entschädigungsfonds. Kürzlich erfuhren die Verantwortlichen der Kommune jedoch von der Regierung von Schwaben, dass dieser Betrag im vorgesehenen Zeitfenster – also 2019/20 – nicht ausgezahlt werden könne.

Teilnahme bei Förderprogramm

Deshalb war guter Rat teuer. Die Lösung sieht – wie kürzlich berichtet – so aus: Die Gemeinde macht bei der Förderinitiative „Innen statt Außen“ des Freistaats mit. Sprich: Das Geld soll aus diesem Topf fließen.

Weitere Zuschüsse kommen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP, knapp 370000 Euro), von der Städtebauförderung, vom Bezirk und vom Landkreis. Die KIP-Förderung gibt es – wie bereits erwähnt – laut Bürgermeister Scharr nur, wenn der Multifunktionsraum im Erdgeschoss des Strauß-Hauses im nächsten Jahr fertig gebaut und abgerechnet ist.

Festes Fundament wird benötigt

Gleichzeitig müssen jedoch auch die anderen Arbeiten erledigt werden, da sich die einzelnen Gewerke aufgrund der baulichen und statischen Gegebenheiten nicht trennen lassen. Konkret heißt dies: Die denkmalgeschützten Säulen im Erdgeschoss benötigen ein festes Fundament, weil sie auch die Last des Dachs tragen sollen, das erneuert werden muss.

Die spannende Frage lautet: Wird der Zuschuss aus dem Programm „Innen statt Außen“ rechtzeitig genehmigt? Dies müsse unbedingt in den kommenden Wochen geschehen, so Scharr: „Der 28. Mai ist der entscheidende Termin.“ An diesem Tag soll eine Sitzung des Gemeinderats stattfinden, bei dem die Aufträge für die Sanierung vergeben werden. Dies wiederum gehe nur, „wenn die Förderbescheide auf dem Tisch liegen“.

Lesen Sie hierzu auch: Kaisheim: Neue Fördermittel für das „Strauß-Haus“? Rathaus Kaisheim: Es bleibt bei der Erweiterung Strauß-Haus: Genehmigung liegt vor

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