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Bäumenheim

22.11.2018

Ratlosigkeit wegen geplanter Skulptur

So soll der Kreisverkehr nahe der Grund- und Mittelschule einmal aussehen.
Bild: Architekturbüro Bettina Kandler

Seit Jahren diskutieren die Bäumenheimer über das Kunstwerk. Der Gemeinderat sollte es jetzt beschließen, doch es gibt Kritik und ein neues Problem.

Ein „Willkommensgruß“ soll künftig Autofahrer in Bäumenheim beim Kreisverkehr nahe der Grund- und Mittelschule begrüßen. Die Idee ist schon drei Jahre alt und die Umsetzung sollte nach vielen Diskussionen in der vergangenen Sitzung des Gemeinderates beschlossen werden, doch dazu ist es nicht gekommen.

Angesichts der neuesten Entwicklungen könnte man fragen, ob es der Debatte zur geplanten Skulptur an der nötigen Tiefe fehlte. Die Umsetzung scheitert nämlich womöglich daran, dass unter dem Kreisverkehr ein Kanal verläuft und der eventuell verlegt werden müsste, was die Kosten immens nach oben treiben würde. Aufgefallen war das Problem Michael Schmidt (PWG), nachdem die Pläne des Donauwörther Architektenbüros Bettina Kandler vorgestellt wurden. Diese plant nämlich mit einem Fundament von 3,5 Metern Tiefe, um die Konstruktion aus Stahl und Holz standfest zu machen. Der Kanal liegt allerdings nicht so tief in der Erde und müsste weichen. Bäumenheims Bauamtsleiter Stefan Bissinger äußerte auf Nachfrage, dass es „sehr knapp“ werden könnte, bei der Frage, ob das Fundament neben den Kanal passt.

Soll so viel Geld in die Hand genommen werden?

Angesichts der neuen Faktenlage war den Gemeinderäten der Schock und die Ratlosigkeit anzusehen. „Das muss noch einmal neu geplant werden, so geht es nicht“, sagt Bernhard Jung (CSU). Bereits vor dem Hinweis von Michael Schmidt hatten einige Gemeinderäte schon Bedenken angemeldet, angesichts der kalkulierten Kosten von über 81000 Euro. So sagte Nico Hippe (BfB): „Ist es uns das wert? Da kommen die Planungskosten auch noch dazu.“ Bauamtsleiter Bissinger informierte, dass im Haushalt 75000 Euro einkalkuliert seien für die Skulptur. Auch Jung zeigte sich von der Summe überrascht. Angesichts der steigenden Preise beim Bau und der langen Zeit in der diskutiert wurde, sei dies aber auch nicht völlig unerwartet.

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Christian Scholz (SPD) regte an, sich die knapp 10000 Euro für die geplante Beleuchtung zu sparen. Er stellte infrage, ob diese ihre Wirkung angesichts der dortigen großen Straßenlaterne und der beleuchteten Tankstelle überhaupt entfalten könne. Jung sprach sich dafür aus, die Stromkabel zu verlegen, aber nicht anzuschließen. Bei den Kosten bei der Beleuchtung handelt es sich aber ebenso wie bei den Kunststoffarbeiten (9000 Euro) nur um Schätzwerte. Bei der Beleuchtung gibt es noch keine Beauftragung, informierte Bürgermeister Martin Paninka, und für die Kunststoffarbeiten habe es kein Angebot gegeben. Das Fundament sollen die Mitarbeiter des Bauhofes errichten, um Geld zu sparen, erklärte der Bürgermeister. Auch Marlene Hammer (CSU) befürwortete das Projekt trotz der Bausumme. „Es ist ein schöner Willkommensgruß. Das sollte es uns wert sein.“

Skulptur ist Sinnbild für Gemeinschaft und Dorfleben

Geplant sind auf dem Kreisverkehr eine Konstruktion, die an einen Maibaum erinnern soll. Drum herum stehen Figuren von Menschen, die als Sinnbild für die Gemeinschaft und das Dorfleben stehen. Wer nach Bäumenheim hineinfährt, liest darauf „Herzlich Willkommen“ und wer in die andere Richtung fährt „Auf Wiedersehen.“

In der Diskussion hatte Bürgermeister Paninka als Fertigstellungstermin zunächst den Sommer 2019 genannt. Ob sich der Termin angesichts der neuerlichen Probleme halten lässt, bleibt abzuwarten. Sicher ist bislang nur, dass das Thema die Gemeinderäte weiter beschäftigen wird.

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