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Harburg-Heroldingen

05.07.2019

Raubvogel verletzt Jogger

Auf diesem Straßenabschnitt nördlich von Heroldingen haben Greifvögel bislang mindestens fünf Jogger angegriffen.
Bild: Wolfgang  Widemann

Aggressives Tier hat bei Heroldingen bereits mehrere Personen angegriffen - in einem Fall mit schmerzhaften Folgen.

Äußerst vorsichtig sein sollten Freizeitsportler, die sich auf der Straße von Heroldingen in Richtung Bühl/Huisheim bewegen. Dem Vernehmen nach haben Raubvögel auf dem Straßenabschnitt, der parallel zur Wörnitz verläuft, in den vergangenen drei Wochen mindestens fünf Personen angegriffen. In einem Fall endete die Attacke blutig.

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Auch schon einen Bürgermeister attackiert

Ob sich nur ein einzelnes Tier oder ein Paar so verhält, ist unklar. Nicht bekannt ist auch, ob es sich um Bussarde handelt – was am wahrscheinlichsten ist – oder vielleicht um Habichte. Ziemlich sicher sein dürfte, dass sie einen Horst in unmittelbarer Nähe haben. Wohl aus Angst um ihren Nachwuchs gehen die Tiere in bestimmten Situationen zum Angriff über. Dies musste bereits der Alerheimer Bürgermeister und SPD-Kreisvorsitzende Christoph Schmid feststellen (wir berichteten). Er hatte Glück, denn der Greifvogel, der sich stets lautlos von hinten nähert, flog zweimal knapp über den Kopf des Politikers hinweg.

Schmerzhaft endete eine Attacke des Raubvogels jedoch für einen Heroldinger. Nach Auskunft von Stadtrat Peter Martin, der in dem Harburger Stadtteil wohnt, „erwischte“ das Tier den Jogger am Schädel und fügte dem Mann eine Platzwunde zu: „Die musste genäht werden.“ Eine Frau habe dem Vogel gerade noch ausweichen können. Auffällig sei, dass das Tier ausschließlich Jogger angreift. Martin weiß von Attacken auf fünf Personen.

Jetzt sollen Schilder warnen

Um die Sportler vor den Greifvögeln zu warnen, sollen nun, so sagte Martin am Rande einer Sitzung des Harburger Stadtrats, Schilder auf dem mehrere hundert Meter langen Teilstück bei Heroldingen aufgestellt werden, das vom Dorf bis zur Abzweigung nach Huisheim reicht. Weitere Maßnahmen seien nicht möglich, da die Tiere streng geschützt seien.

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