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Donauwörth/Nördlingen

28.11.2019

Rauschgift selbst produziert

Ein 25-Jähriger hatte selbst Cannabis angepflanzt. Jetzt muss er sich deswegen vor Gerivcht verantworten.
Bild: Symbolbild: Oliver Berg

25-Jähriger steht vor Gericht

Das Schöffengericht in Nördlingen hat einen jungen Mann aus dem Jura-Bereich wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Der 25-Jährige musste sich vor Gericht verantworten, weil er zum einen Rauschgift gekauft und zum anderen selbst produziert hat.

Die Staatsanwaltschaft legte dem Angeklagten zur Last, Anfang 2018 in Oettingen zehn Gramm Marihuana gekauft zu haben. Bei einer Durchsuchung im November 2018 entdeckte die Polizei dann gut 300 Gramm Marihuana in der Wohnung des 25-Jährigen. Der hatte – wie er in dem Prozess nun gestand – die Cannabispflanzen aufgezogen und abgeerntet. Dies passierte wohl im Bereich Harburg.

Das Marihuana hatte zwar insgesamt einen geringen Wirkstoffgehalt, jedoch ergab ein Gutachten eine Menge von 8,8 Gramm THC. Damit war der juristische Grenzwert für eine „nicht geringe Menge“ überschritten. Folge: Dem Mann wurde ein Verbrechen zur Last gelegt.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten zur Bewährung. Der Verteidiger plädierte für eine Freiheitsstrafe zur Bewährung unter einem Jahr. Das Schöffengericht unter Vorsitz von Ruth Roser ging von einem minderschweren Fall aus, da der Stoff keinen hohen Wirkstoffgehalt hatte und der Grenzwert (7,5 Gramm) nur geringfügig überschritten wurde. Das Urteil: neun Monate zur Bewährung plus Geldauflage von 2400 Euro, die an eine gemeinnützige Organisation zu zahlen sind. Außerdem muss sich der 25-Jährige regelmäßig Drogentests unterziehen.

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