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Donauwörth

16.09.2020

Realschul-Großprojekt in Donauwörth: Das ist der Zeitplan

Die Baugrube für den Bau des neuen Gebäudes für St. Ursula direkt neben der bestehenden Realschule Heilig Kreuz ist ausgehoben, das Fundament gesetzt.

Plus Bau des gemeinsamen Komplexes von Heilig Kreuz und St. Ursula hat begonnen. Was Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Schulen sind.

Spatenstich ist nicht gleich Baubeginn. Wer das noch nicht wusste, der konnte es am Mittwoch auf dem weitläufigen Areal der Realschule Heilig Kreuz in Donauwörth erfahren. Die Arbeiter der verschiedenen Gewerke und die Bagger waren hier bereits in den Sommerferien angerückt, um ein Mammutprojekt in der hiesigen Realschullandschaft in die Tat umzusetzen. Jetzt wurde der symbolische Spatenstich vollzogen. Dabei wurden einige neue Details bekannt.

Über vier Jahre ist es her, da überraschte Peter Kosak vom Schulwerk der Diözese Augsburg gemeinsam mit den Schulleitern Joachim Düsing (Heilig Kreuz) und Peter Müller (St. Ursula) mit der Präsentation eines ehrgeizigen Projektes: Die über Jahrzehnte geschlechtergetrennten Schulen sollten fortan räumlich unter einem Dach im Stauferpark betrieben werden, die Geschlechtertrennung wurde in beiden Schulen aufgegeben. Die Formulierung „unter einem Dach“ trifft es nun nicht ganz: Neben das gebäudliche „L“ der Realschule Heilig Kreuz wird ein zweites „L“ angebaut, sodass ein neuer Atriumkomplex entstehen wird.

Erster Bauabschnitt soll im November 2021 fertig sein

Der erste Bauabschnitt werde, wie Bauleiter Albert Bedic und Schulwerk-Direktor Kosak im Rahmen des Spatenstichs äußerten, im November 2021 fertig sein. Dann werde der Neubau – das neue „L“ – fertig sein. In der ersten Zeit sollen die Schüler von Heilig Kreuz für kurze Zeit in den Neubau umziehen, weil dann ihre alte Schule generalsaniert wird.

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Im dritten Quartal 2022 sollen die Maßnahmen allesamt beendet sein; die Realschule St. Ursula zieht dann von der Innenstadt in das neue „L“, die Heilig Kreuzer gehen wieder zurück in ihre alte, neue Schule nebenan. Warum nun zwei Realschulen desselben kirchlichen Trägers mit zwei Verwaltungen an einem Standort – und warum keine Fusion?

Das sollen die Schwerpunkte der beiden Schulen in Donauwörth sein

Wie Kosak und die Schulleiter in den vergangenen Jahren immer wieder betonten, solle an verschiedenen Ausrichtungen und Schwerpunktsetzungen festgehalten werden. Bei St. Ursula wird ein Zweig wegfallen, dafür aber ein neuer starten: In etwa eineinhalb Jahren wird der Zweig „Ernährung und Gesundheit“ auslaufen, dafür aber gibt es einen musischen Zweig. Der betriebswirtschaftliche sowie auch der sprachliche Zweig bei St. Ursula wird bestehen bleiben. Der musische Zweig wird indessen über die Einrichtung einer Klasse für Blasmusik, aber auch andere Instrumente installiert.

Beim Spatenstich: (von links) Bauleiter Albert Bedic, Peter Müller (St. Ursula), Landrat Stefan Rößle, Architektin Marion Wartner-Koch, Peter Kosak (Schulwerk), OB Jürgen Sorré und Joachim Düsing (Heilig Kreuz).
Bild: Hilgendorf

In diesem Bereich wird Musik eines der Prüfungsfächer sein. Bei St.Ursula wird weiterhin das Konzept nach dem „Machtaler Plan“ verfolgt. Neben dem klassischen Unterricht legt man hierbei viel Wert auf eigenständige Wissensaneignung, gesamtheitliches Lernen und freie Stillarbeit.

Das sind Unterschiede zwischen St. Ursula und Heilig Kreuz

Auch wichtig bei der Unterscheidung zwischen St. Ursula und Heilig Kreuz nach dem Umzug: St. Ursula wird dann zur gebundenen Ganztagsschule, Heilig Kreuz zur klassischen Realschule ohne Ganztagsangebot.

Nach dem Umzug kann die Realschule St. Ursula 336 Schüler aufnehmen, Heilig Kreuz 540 Schüler – in beiden Schulen werden Mädchen und Jungen unterrichtet. Wie Kosak informierte, wird Heilig Kreuz dreizügig starten, St. Ursula mit zwei Eingangsklassen. Im Neubau von St. Ursula werden zwölf Klassenräume plus Gruppen- und Verwaltungsräume entstehen.

Landrat: Bedeutendes Projekt der Donau-Rieser Bildungslandschaft

Landrat Stefan Rößle erklärte, dass sich der Kreis Donau-Ries mit fünf Millionen Euro an dem Vorhaben beteilige, Bauherr ist das Schulwerk der Diözese Augsburg. Rößle erklärte am Mittwoch, dass es sich um „ein bedeutendes Projekt in der Bildungslandschaft“ des Landkreises handele und ein Realschulkomplex „für die ganze Region“ entstehe. Die Öffnung der Schulen für beide Geschlechter sei indes „zeitgemäß“ – dies werde von den Eltern anerkannt, wofür zuletzt steigende Anmeldezahlen an beiden Schulen sprächen. Donauwörths Oberbürgermeister Jürgen Sorré lobte das Bauprojekt als „zukunftsweisende Investition“.

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