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Interview

28.03.2015

Religionsunterricht: Entwicklungen ernst nehmen

J.-D. Wächter

Pädagoge Jörg-Dieter Wächter spricht über Veränderungen

Zum Abschluss des Arbeitsforums sprach unser Mitarbeiter Gregor Tischler mit dem Vorsitzenden der Konferenz der Leiter der Schulabteilungen, Jörg-Dieter Wächter (Hildesheim) über den Verlauf der Tagung.

Was hat Sie bei der Tagung besonders gefreut?

Die Anwesenheit von Kardinal Marx. Er hat als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz deutlich gemacht, wie wichtig der Religionsunterricht für die Zukunft des Christentums ist. Für uns ist das eine große Unterstützung.

Erklären Sie unseren Lesern bitte kurz den Sinn dieser Veranstaltung ...

Das Arbeitsforum bildet eine Schnittstelle zwischen Kirche, Wissenschaft und Schulpraxis. Ein solches Forum ist bundesweit einzigartig. Hier werden zentrale religionspädagogische Themen weiterentwickelt.

Können Sie ein Fazit der diesjährigen Tagung geben?

Pluralität muss keine Angst machen. Die Gesellschaft ist vielfältig und auch die Kirche ist es. Verstehen wir das als Bereicherung. Vom Anderen, vom Fremden können wir lernen und Anregungen für unser eigenes Selbstverständnis gewinnen.

Wie wird Ihrer Meinung nach der Religionsunterricht der Zukunft aussehen?

Konfessioneller Religionsunterricht ist ein hohes Gut. Trotzdem müssen wir die gesellschaftliche Entwicklung sehen. Es wird in Zukunft weniger katholische Schüler geben. Die Arbeitsgruppen zeigten nun, dass in vielen Bundesländern bereits Modelle erprobt werden, wie religiöse Bildung in der Schule gesichert werden kann. Daraus können wir lernen, auch wenn im Süden Deutschlands die Verhältnisse noch nicht dramatisch sind. Aber es gilt, die demografische Entwicklung im Auge zu behalten. Wie Professor Mendl sagte: Der Religionsunterricht der Zukunft wird sehr plural werden.

Die Diskussion ist geschlossen.

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