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31.01.2019

Rempler auf Parkplatz nicht bemerkt

Unfallflucht: Mann muss vor Gericht

Ein Missgeschick auf dem Parkplatz der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth hat einen Autofahrer vor das Amtsgericht Nördlingen gebracht. Der Vorwurf: Unfallflucht. Für den Rentner endete die Verhandlung glimpflich.

Der 78-Jährige prallte mit seinem Wagen im Mai 2018 gegen einen daneben stehenden Pkw. An diesem wurde die Fahrerseite in Mitleidenschaft gezogen. Sachschaden: rund 3500 Euro. Der Verursacher fuhr weg, ohne sich weiter um die Sache zu kümmern, konnte aber ausfindig gemacht werden. Der Mann erhielt wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort einen Strafbefehl über 2000 Euro und sollte für sechs Monate seinen Führerschein abgeben.

Der Senior wollte die Strafe nicht akzeptieren und legte Einspruch ein. So landete der Fall bei Richterin Katrin Wegele. Der Angeklagte sagte, er habe den Anstoß nicht bemerkt. Dazu beigetragen habe möglicherweise, dass er sein Hörgerät nicht im Ohr gehabt habe.

Im Prozess registrierten Staatsanwaltschaft und Richterin, dass an dem Wagen des Opfers nur „weiche Teile“, also Bereiche, die sich leicht verformen lassen, beschädigt wurden – ein Indiz dafür, dass der Aufprall tatsächlich eher leichterer Natur war. Deshalb verzichteten sie auch darauf, ein Gutachten in Auftrag zu geben, das Aufschluss hätte bringen können, ob beziehungsweise wie eine Erschütterung wahrnehmbar war. Die Prozessbeteiligten einigten sich auf Folgendes: Das Gericht stellte das Verfahren gegen eine Geldauflage von 500 Euro ein. (wwi)

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