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Donau-Ries

06.07.2017

Rentner ertrinkt in der Wörnitz

In der Wörnitz in Harburg ist ein 80-Jähriger ertrunken. Ein größeres Aufgebot an Rettungskräften war vor Ort.
Bild: Martin Wiemann

Nachbarn finden die Leiche eines 80-Jährigen im Fluss. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Bei dem Einsatz zeigt sich für die Feuerwehr ein Problem.

In Harburg ist am Mittwochabend ein Mann in der Wörnitz ertrunken. Die Polizei geht davon aus, dass der 80-Jährige durch einen Unfall starb. Ein größeres Aufgebot an Rettungskräften war vor Ort.

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Nach Erkenntnissen der Kriminalpolizei war der Rentner auf seinem Anwesen an der Wemdinger Straße wohl mit Gartenarbeiten beschäftigt. Er hielt sich auf einer Grasfläche auf, neben der eine steile Böschung etwa sechs Meter hinab zur Wörnitz führt. Was dann passierte, ist unklar. Laut Peter Timko, Chef der Kripo Dillingen, bekam der Mann möglicherweise ein gesundheitliches Problem, „er könnte aber auch gestrauchelt und gestürzt sein“. Den Spuren nach rollte der Senior die Böschung hinab ins Wasser. Den Vorfall bemerkte zunächst niemand. Nach einer Weile vermisste die Ehefrau den 80-Jährigen. Sie suchte nach ihm, konnte ihn aber nicht finden. Deshalb bat sie Timko zufolge Nachbarn um Hilfe.

Die entdeckten zunächst die Mistgabel, mit welcher der Vermisste gearbeitet hatte. Sie lag auf der Grasfläche neben der Böschung. Gleich darauf, gegen 20.20 Uhr, entdeckten die Personen den Rentner. Er lag in der Wörnitz direkt neben dem Ufer. Für den 80-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Er war bereits gestorben.

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Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Die Freiwillige Feuerwehr Harburg barg die Leiche mithilfe einer sogenannten Schleifkorbtrage über die Böschung. Nach Angaben von Timko gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden: „Wir gehen von einem Unfalltod aus.“ Deshalb sei auch keine Obduktion angeordnet worden.

In Harburg waren neben Polizei und Feuerwehr auch ein Notarzt, das Rote Kreuz (mit zwei Rettungswagen) und die DLRG-Ortsgruppe Mönchsdeggingen vor Ort. Ein Kriseninterventionsteam und ein Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen des Opfers. Insgesamt waren laut Einsatzleiter Christoph Schmidt rund 40 Kräfte am Unglücksort versammelt.

Für Schmidt zeigte sich bei dem Einsatz ein Problem, das dringend gelöst werden müsse: „Wir haben oberhalb der historischen Wörnitzbrücke derzeit keine Möglichkeit, unser Boot zu Wasser zu lassen.“ Stellen, an denen dies früher möglich war, seien inzwischen zugewachsen, verlandet oder zugebaut. Dies habe sich bereits bei mehreren Alarmierungen, beispielsweise wegen umgekippter Boote von Ausflüglern, gezeigt.

Eine geeignete Rampe in den Fluss gebe es momentan nur unterhalb der Brücke im Bereich des Jugendfußball-Sportplatzes nahe der Brünseer Straße. Von dort könne man aber nicht durch die Brücke flussaufwärts gelangen. Am Mittwochabend ließ die Feuerwehr das Boot an der Egelseestraße in die Wörnitz. „Das ist allerdings eine Notlösung“, erklärt Schmidt. So sei wegen des schwierigen Geländes am Bootsanhänger ein Licht kaputtgegangen.

Der Feuerwehrkommandant will nun bei der Stadt auf eine weitere Rampe beantragen. Bürgermeister Wolfgang Kilian merkt auf Anfrage unserer Zeitung dazu an: „Da sehe ich überhaupt kein Problem.“

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