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23.07.2010

Revolution in der Küche

Während Revoluzzer die Welt noch immer mit Pistolen und Revolvern ändern wollen, findet der wirkliche revolutionäre Knalleffekt in der Küche statt. Umstürzlerische Wissenschaftler arbeiten daran, Hausfrau und Hausmann mithilfe technischer Finessen in Zauberer zu verwandeln.

Schon werden Kochplatten mit einem Fingerwisch gesteuert. Elektronische Spürnasen zeigen künftig in den Signalfarben an, ob der im Bratrohr vergessene Schweinebraten noch als Delikatesse oder schon als Mittel für einen Mordanschlag zu verwenden ist. Der Kühlschrank prüft selbstständig seinen Inhalt und bombardiert den Nutzer mit Rezeptvorschlägen.

Auch die Arbeitsplatte denkt revolutionär mit. Zuerst registriert sie die abgelegten Zutaten wie beispielsweise Ketchupflasche, Semmel, Restkaffee, Dosenmilch und Kümmel, dann spuckt ein eingebauter Kleincomputer Tipps aus, wie sich das alles zu einem Mittagessen verrühren lässt.

Elektronischer Kochlöffel

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Hilfreich dabei ist der elektronische Kochlöffel. Er prüft, ob der Geschmack durch Zugabe von Fertigsoße oder Rotwein optimiert werden kann. Und als Gipfel des Fortschritts erwartet uns die Möglichkeit, Fischstab und Bratwurst in dieser neuen Küchenwelt bazillenfrei für eine halbe Ewigkeit zu konservieren.

Lord Byron muss das alles vorausgesehen haben. In seinem Stück "Don Juan" fragt er sehr treffend: "Wer hat bei Adams simplen Rationen/Geahnt, dass Kochkunst je so hoch sich schwänge?"

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