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Bäumenheim

22.06.2019

Riesenparty beim TSV Bäumenheim

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Ob Fußball, Tennis oder Handball – die Vielfalt der Sparten beim TSV Bäumenheim ist groß. Umso kräftiger darf gefeiert werden – das Orga-Team des Vereins (unten rechts) hat einiges zu tun.

Einer der ältesten Sportvereine in der Region feiert den 125. Geburtstag. Was alles geboten ist

 Beim TSV Bäumenheim wird demnächst kräftig gefeiert. Der mitgliederstarke verein begeht vom 28. bis 30. Juni seinen 125. Geburtstag. Dabei soll einiges aufgeboten werden.

Die Geschichte Doch bei einem so hohen Alter darf zunächst ein Blick in die Historie geworfen werden: Die Wiege des TSV Bäumenheim datiert aus dem Jahr 1894 nach einem Treffen der beiden Unternehmer Johann Drossbach und Oskar Mey – der Turnverein Bäumenheim wurde aus der Taufe gehoben. Es war der dritte Turnverein im Landkreis nach Donauwörth und Wemding. Im Laufe der Jahre gab es eine eigene Vereinsfahne (1899), 1924 wurde die erste Turnhalle aus Holz errichtet.

Während sich die Turner im gesamten Landkreis einen Namen machten, erregte ein neuer Sport ab 1919 Aufsehen, denn der Fußball wurde eingeführt. Obwohl der damals in den Augen einiger Kritiker „gesundheitsgefährdende“ Sport von den Turnern abgelehnt wurde, schlossen sich die Fußballer dem Turnverein an. Nachdem die internen Probleme jedoch immer größer wurden, löste sich die Fußballabteilung 1924 wieder auf.

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Es dauerte dann zwei Jahre, ehe 1926 die Fußballer den „Ballspielclub“ Bäumenheim (BCB) gründeten. Fußballer und Turner gingen fortan ihre eigenen Wege. Allerdings dauerte dies nur bis 1934.

Die damaligen Vereinsvorsitzenden Karl Förg für die Turner und Heinrich Zaum für die Fußballer reichten sich vor 85 Jahren die Hände und gründeten den „Einheitsverein“ Turn- und Sportverein (TSV) Bäumenheim.

Nach dem Weltkrieg begann eine neue Zeit

Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges begann eine neue Zeit des Sports in Bäumenheim. Schon 1954 wurde auf dem heutigen TSV-Sportgelände ein Sportheim mit Umkleidekabinen und Platzwartwohnung gebaut. In der Folgezeit wurde das Vereinsareal zu der modernen Sportanlage von heute ausgebaut.

Das sportliche Angebot des TSV Bäumenheim innerhalb der Gemeinde wurde in den folgenden Jahren kräftig ausgebaut. 1966 wurde die Tischtennisabteilung gegründet. 1971 kam die Abteilung Karate dazu, die von Manfred Richter gegründet wurde.

Ab 1989 übernahm Thomas Burkhardt diese Abteilung, da Manfred Richter fortan Abteilungsleiter der neugegründeten Kendo-Abteilung wurde, die heuer ihr 30-jähriges Jubiläum feiert. In den Jahren 1947 bis 1949 wurde in Bäumenheim von Damen und Herren Feldhandball gespielt, doch erst 1980 entstand die Handballabteilung unter den damaligen Abteilungsleitern Karl Mahler und Raimund Prebeck mit 20 Mitgliedern.

Die Abteilungsgründungen hatten auch einen Anstieg der Mitgliederzahl zur Folge. Wurden 1950 noch rund 400 Vereinsmitglieder gezählt, so waren es 1990 schon über 1200. Durch die kurzfristige Mitgliedschaft der Betriebssportgruppen Fendt und Geda erreichte die Mitgliederzahl ihren höchsten Stand. Durch die neue Datenschutzgrundverordnung mit den damit zusammenhängenden Anforderungen hat der TSV Bäumenheim aktuell rund 1050 Mitglieder, die in sechs Abteilungen ihrem Sport nachgehen.

Ein Meilenstein war das TSV-Büro

Ein Meilenstein für die Vereinsverwaltung war letztes Jahr die Besetzung des TSV-Büros im Haus der Vereine mit einem ausgewiesenen Fachmann für Vereinsarbeit. Joachim Hill, der in Augsburg lange Jahre in der Vorstandschaft eines Vereins mitgearbeitet hat, ist jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr im TSV-Büro anwesend.

125 Jahre Sport in Bäumenheim – diesem Ereignis wurde bereits vor zwei Jahren Rechnung getragen. Unter dem damaligen ersten Vorsitzenden Nico Hippe, wurde ein Organisationsteam gebildet. Insgesamt wurden es 20 Mitglieder, die in sieben Arbeitsgruppen eingeteilt wurden. In den folgenden Monaten hatte jede Arbeitsgruppe ihr Pensum abzuarbeiten, in regelmäßigen Sitzungen wurden alle auf den neuesten Stand gebracht.

Wesentliche Entscheidungen wurden gemeinsam getroffen, wobei ab und zu schon mal heiß diskutiert worden ist. Auch unter dem neuen ersten TSV-Vorsitzenden Achim Frank wurde die gemeinsame Organisationsarbeit fortgeführt. Mittlerweile ist das Orga-Team auf der Zielgeraden angekommen.

Festwochenende Vom 28. bis 30. Juni findet das Festwochenende in der Schmutterhalle statt. Die Örtlichkeit wurde bereits vor zwei Jahren festgelegt, um vom Wetter unabhängig zu sein. Der Hauptabend des Jubiläums wird der Freitag, 28. Juni, werden. Nach dem Motto „Alles Gute kommt von oben“ wird der Festredner und Ehrengast Eberhard Gienger gegen 18 Uhr am neuen Marktplatz per Fallschirmsprung landen. Gienger, der heute als Mitglied des Deutschen Bundestags als sportpolitischer Sprecher Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sport und Ehrenamt ist, wird die Festrede in der Schmutterhalle halten.

Am Samstag werden die TSV-Kinder ihren Einzug in die Schmutterhalle geben und sich mit Einlagen vorstellen. Ab 14 Uhr soll es einen gemütlichen Nachmittag mit einer Zwei-Mann-Band geben.

Show-Time ist dann am Samstagabend angesagt, denn die Partyband „Münchner G’schichten“ verspricht einen Bayerischen Abend mit Spitzen Unterhaltung (der Eintritt ist frei).

Der Sonntag beginnt ab 8.45 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Kirche Maria Immaculata. Nach dem Mittagstisch in der Schmutterhalle beginnt der traditionelle Kinderumzug durch die Hauptstraße mit anschließendem Kinderprogramm.

Ab 18 Uhr treten die Goißlschnalzer und Schuhplattler aus Mertingen in der Schmutterhalle auf.

Höhepunkt des Abends wird die Verlosung von hochwertigen Sponsorenpreisen sein. Die Lose dafür werden am Sonntag kostenlos an jeden verteilt, der ein Getränk erwirbt. Es wird Fahrgeschäfte und Buden für Groß und Klein geben. (pm)

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