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24.06.2009

Robin Hood schwingt wieder sein Schwert

Donauwörth (sol) - Dem Sieger winkt ein goldener Pfeil - und Robin Hood nimmt daher unerkannt an diesem Kampfspiel teil. Als aber nach und nach alle Bewerber ausscheiden und jener in dunklen Hut und Mantel gehüllte Schütze den Preis gewinnt, fällt die Tarnung auf. Denn niemand rund um den Sherwood Forest geht so geschickt mit Pfeil und Bogen um wie Robin von Loxley. Dank seiner Kaltblütigkeit kann er der gestellten Falle aber entkommen ... So beginnt der zweite Akt des mittelalterlichen Stückes, das das Theater Donauwörth gekonnt und mit viel Engagement den Besuchern der Freilichtbühne am Mangoldfelsen bietet: "Robin Hood".

Der Inhalt ist ein bekannter Stoff: Als König Richard Löwenherz 1191 auf Kreuzzügen unterwegs ist, häufen sich die Missstände in seiner Heimat England. Der Sheriff von Nottingham hat das Zepter in die Hand genommen und sieht sich schon als künftigen König, obwohl er vorgibt, nur im Auftrag von Richards Bruder John zu agieren.

Als Robin von Loxley aus dem Heiligen Land zurückkehrt, lehnt er sich gegen diese Willkür auf. Er wird zum Vogelfreien erklärt, steckbrieflich gesucht (1000 Goldstücke wert) und zieht sich in den Wald - Sherwood Forest - zurück. Dort findet der Recke Anschluss an Gleichgesinnte und kämpft gemeinsam mit diesen gegen die bösen Machthaber. Er gewinnt die Liebe Lady Marians und das Land für seinen rechtmäßigen Herrscher.

In unzähligen Büchern und Filmen verewigt

Robin Hood schwingt wieder sein Schwert

Die Geschichte um den in den Wäldern lebenden und für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfenden Räuber wurde durch unzählige Balladen und Minnegesänge aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, aber auch durch die seit mehr als 100 Jahren geschriebenen Bücher überliefert. Allein in den Kindertagen des Kinofilms zwischen 1909 und 1913 entstanden fünf Versionen, doch das war erst der Anfang einer langen Reihe dieser Abenteuerfilme, die es selbst als Zeichentrick-Version gab.

Natürlich ist nichts davon wirklich belegt. Und so haben die beiden Autoren Volker Ullmann und Thomas Finn ihre eigene Version verfasst. Finn beschäftigt sich seit Mitte der 1980er Jahre mit "Fantasy" und schrieb zahlreiche Romane, Ullmann ist Theater- und Drehbuchautor, Schauspieler und ausgebildeter Bühnen-Fechtmeister. Kein Wunder also, dass es allein im ersten Teil des Zweiakters vier spektakuläre Kampfszenen zu bewundern gibt.

Den Umgang mit Schwert und Pfeil und Bogen geübt

Florian Lang - der "Porthos" bei den "Drei Musketieren" beziehungsweise der Quasimodo im "Glöckner von Notre Dame" - war für die "Ausbildung" der Kämpfer zuständig, hat für die Choreografie eigene Workshops besucht. "Es ist viel trainiert worden, schließlich kommen ja echte Schwerter zum Einsatz. Selbst wenn sie nicht scharf sind, sind sie schwer und tun ordentlich weh, wenn man getroffen wird."

Die ewige Erfolgsgeschichte der selbstlosen Heldengestalt ist wohl mit in den zeitlosen Werten und Idealen wie Freiheit und Gerechtigkeit vor unrechtmäßiger Beherrschung begründet. "Wir wollen aber keine wirtschaftskritischen oder politischen Gedanken umsetzen", betont Regisseur Wolfgang Schiffelholz, "sondern wir wollen die Menschen mit einem actionreichen Stück unterhalten." Das ist gelungen. Jetzt muss nur noch das Wetter passen, wenn ab 26. Juni die insgesamt 14 Termine anstehen ...

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