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Donauwörth

21.12.2017

Rockmusik aus Donauwörth

Christoph Häckel, Markus Roßmann, Steven Fischer, Manuel Korger und Christina Steib sind Nitrogen. 
Foto: Kluge

Seit 2008 existiert die Band Nitrogen. Nun hat sich die Gruppierung neu formiert. Wann ihr neues Album erscheint und welche Entwicklung die Musiker kritisieren.

An den isolierten Wänden hängen mehrere Gitarren in verschiedenen Farben. Schlagzeug reiht sich an Verstärker, Noten- und Mikrofonständer. Schnell ist klar: Hier, in Manuel Korgers Haus, probt eine Band, genauer gesagt Nitrogen. Die Gruppierung bilden Sängerin Christina Steib aus Dillingen, die Gitarristen Christoph Häckel aus Ebermergen und Steven Fischer aus Zirgesheim, Bassist Markus Roßmann aus Bäumenheim sowie eben jener Schlagzeuger Manuel Korger aus Donauwörth.

Nitrogen spielt Lieder „aus der weiten Welt des Rocks“, sagen die Mitglieder. Erfolgreiche Bands wie Die Toten Hosen, Die Ärzte oder Volbeat sind die musikalischen Vorbilder. Seit 2008 gibt es die Gruppierung offiziell, damals aber noch in anderer Besetzung. Häckel und Korger haben sich über eine Vorband kennengelernt. Über eine Suchanzeige stieß Roßmann dazu. „Vor sechs Jahren habe ich einen Gitarristen abgelöst“, erinnert sich Fischer. Ein besonderer Moment für ihn, stand er doch kurze Zeit vorher bei Nitrogen noch selbst im Publikum.

Schon vor über 1000 Zuschauern gespielt

Auftritte hatte die Band bereits einige: Den wohl größten im Backstage in München beim sogenannten Emerganza-Contest, ein Wettbewerb, der sich über die gesamte Bundesrepublik erstreckt. „Da waren über 1000 Zuschauer. Wir sind sogar eine Runde weitergekommen“, erinnert sich Häckel. Nitrogen trat auch schon im Donauwörther Tanzhaus und beim Hoodstock-Festival in Mering auf. Fünf bis sechs Auftritte habe die fünfköpfige Gruppe im Jahr.

Sängerin Christina Steib ist vor knapp zwei Jahren zur Band gestoßen. „Schon im Kindergarten habe ich gesungen, für ein Musical in der Schule sogar Gesangsunterricht genommen. Ich singe eigentlich überall, auch wenn es nicht immer jeder hören will“, sagt die 28-Jährige. Auf dem gleichnamigen Album, das Nitrogen am 20. Januar mit einem Konzert im Donauwörther Doubles Starclub veröffentlicht, hat die Sängerin die Texte geschrieben. „Diese entstehen aus dem oft harten Leben“, erklärt sie.

CD in Eigenregie aufgenommen

Die Melodien seien aus kreativen Phasen entstanden. „Jeder bringt sich ein“, sagt Gitarrist Häckel, der sich das Musizieren selber beigebracht hat. Die fünf Musiker haben die CD in Eigenregie im Probenraum aufgenommen. Den Feinschliff habe dem Tonträger schließlich ein Profistudio in Hamburg verliehen. Bereits am heutigen Donnerstag erscheint das neue Musikvideo zum Lied „Liar“. Gedreht hat es die Gruppierung in einer Schule, einer Arztpraxis und im Ried.

Dass Musik verbindet, zeigt eine Anekdote aus Nitrogens Bandgeschichte. „Christoph Häckel hat in einem Tanzclub eine Blondine gesehen, sie ihm gefallen hat. Später hat sich herausgestellt, dass es die Schwester von unserem Bassisten Markus Roßmann ist“, schildert Schlagzeuger Korger. Im nächsten Jahr wird geheiratet.

Obwohl die Band hauptsächlich aus Spaß musiziert, hat auch sie mit aktuellen Trends zu kämpfen. „Manchmal habe ich das Gefühl, dass es nicht mehr wertgeschätzt wird, wenn Leute ihre Freizeit ofern und sich auf die Bühne stellen“, moniert Steven Fischer. Früher sei man in die Stadt gegangen und habe sich Live-Bands angesehen. „Aber das bringt wohl der Wandel der Zeit mit sich“, konstatiert der Gitarrist. Korger sieht die sozialen medien dafür verantwortlich: „Die Leute treffen sich vor allem im Internet, nicht mehr persönlich.“ Sängerin Christina Steib bemerkt eine Interessenverteilung. „zudem ist es mittlerweile Luxus, einem Kind Musikunterricht zu ermöglichen.

Die Gitarren an der Wand des Proberaums gehören übrigens Manuel Korger. „Ein Schlagzeuger sammelt Gitarren“, scherzen seine Kollegen.

Weitere Informationen und Neuigkeiten zu Nitrogen im Internet unter www.nitrogen-rock.de

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