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Kulturherbst

20.10.2016

Rudolf Warnecke kehrt in seinen Bildern zurück

Ludwig und Michael Burger umrahmten auf einem historischen Virginal die Vernissage der Warnecke-Ausstellung. Stehend von links: Helmuth Wiedenmann (Bürgerstiftung), Rudolf Warneckes Witwe Friedlinde Warnecke-Tamasche, deren Ehemann Professor Dr. Olaf Tamaschke, Nördlingens Stadtarchivar Dr. Wilfried Sponsel, Walter Lang (Zweiter Vorsitzender Kulturstiftung Harburg) und Leonhard Dunstheimer (Vorsitzender Kulturstiftung Harburg).
Bild: Ernst Mayer

Wer ist der Maler, dessen Werke als Dauerausstellung in den Fürstenbau auf die Harburg kommen?

Wer ist der Maler, der es wert ist, dass seine Bilder in einer Dauerausstellung auf der Harburg im Fürstenbau den Besuchern gezeigt werden? Um diese Frage zu klären und diese Ausstellung zu eröffnen, luden die Kulturstiftung Harburg und die Rudolf-Warnecke-Stiftung zu einem Festakt in den Fürstensaal der Burg Harburg ein. Moritz Fürst Wallerstein begrüßte die Stifter Friedlinde Warnecke und Dr. Olaf Tamaschke und die eingeladenen Gäste. Dem schloss sich Bürgermeister Wolfgang Kilian mit einem Grußwort an. Beide drückten aus, dass sich die Burg und die Stadt Harburg über die Bereicherung der Räume durch eine Bilderausstellung freue. Hans-Peter Thenen, der Bürgermeister der Stadt Ravenstein, zuletzt Heimat Warneckes und seiner Witwe, grüßte Harburg und erzählte, dass in vielen Häusern seiner Bürger Warneckes Bilder die Wände schmücken.

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Dr. Wilfried Sponsel, ehemals Hüter der fürstlichen Archivalien und jetziger Archivar der Stadt Nördlingen, erklärte in einem Vortrag über die Lebensdaten des Künstlers, dessen besondere Beziehung zu Harburg. Sie entstand, als ihn der Zufall des Lebens nach der Entlassung aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft durch das Städtchen geführt habe. Er sei so begeistert gewesen, dass er kurze Zeit später zurückkehrte und mehrere Tage verweilte, um die idyllischen Ansichten auf Leinwand festzuhalten.

Aus diesem Grund habe er auf einer größeren Anzahl der Bilder in der Ausstellung seine Eindrücke von den alten Harburger Häusern, der alten Wörnitzbrücke und der eindrucksvollen Burganlage festgehalten. Auch die vielen Stadtansichten von Nördlingen und Dinkelsbühl, wo er eine Zeitlang gewohnt habe, habe er gemalt, vorzugsweise Burgen und viele historische Gebäude in einer Reihe von deutschen Städten. Rudolf Warnecke wurde in Bautzen geboren und lebte zunächst auch dort, später in Zittau, lange Zeit auch in Bad Mergentheim, seit 1969 schließlich in Ravenstein, Baden. Ein wesentlicher Teil seiner Werke waren Porträts, die ihm auch über schwierige Zeiten in seinem Leben geholfen hätten, zum Beispiel ab 1942 als Soldat und Kriegsmaler der deutschen Wehrmacht.

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Die Treuhandschaft der Sammlung, die bei Burgführungen zugänglich gemacht wird, übernahm die VR-Bürgerstiftung Ries, deren Vorsitzender Helmuth Wiedenmann den Stiftern dankte, dass sie ihr das Vertrauen darbringe, das künstlerische Erbe von Rudolf Warnecke der Nachwelt zu erhalten. Ein Dank ging an die Familie auch dafür, dass sie erhebliche finanzielle Mittel in die Stiftung eingebracht hätten, um die Ausstellungsräume in einen würdigen Zustand zu versetzen.

Für die musikalische Umrahmung des Festakts sorgten die hoch musikalischen Brüder Ludwig und Michael Burger von der Rieser Musikschule auf einem historischen Virginal. Ludwig Burger spielte in der Ausstellung auf dem Originalflügel Werke von Frederic Chopin, die Lieblingsmusik des im Jahr 1994 verstorbenen Malers. (emy)

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