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Patenbitten

14.09.2019

„Scheitlknien“ und „Gießsaune“

Schmerzhaftes „Scheitlknien“: der Vorstand der Kapelle aus Huisheim-Gosheim beim Patenbitten in Fünfstetten.
Bild: Helmut Haunstetter

Fünfstettener unterstützen Kapelle Huisheim-Gosheim beim Bezirksmusikfest 2020

Die Musikkapelle Huisheim-Gosheim feiert im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Bestehen und richtete gleichzeitig das Bezirksmusikfest 2020 aus. Auf der Suche nach einem geeigneten Patenverein machte sich die Kapelle auf nach Fünfstetten.

Am dortigen Marktplatz gaben die Huisheimer und Gosheimer den Zuhörern einen kleinen musikalischen Vorgeschmack, ehe sie weiter zur Mehrzweckhalle zogen, wo bereits der Musikverein Fünfstetten schon wartete. Dessen Verantwortliche wollten es den Huisheimer und Gosheimer Musikanten nicht einfach machen. Das erste Angebot fand nicht die Fünfstettener Zustimmung, sodass es relativ schnell hieß: „Ab zum Scheitlknien.“

Während so die Kniescheiben der Vorstandsmitglieder und von Bürgermeister Harald Müller zu ungeahnten Höchstleistungen gezwungen wurden, stieg auch die Großzügigkeit der Bittenden merklich an. Neben einem angemessenen Angebot mussten die Gäste auch bei mehreren Aufgaben ihr Können unter Beweis stellen. Es ging beschaulich los: Ein Gummihandschuh musste durch Spielen eines Flügelhorns von selbigem befördert werden. Die zweite Runde hatte es schon in sich. Ein vielseitig belegter Burger nebst „Sandschnaps“ sollte verzehrt werden. Dies sorgte, zumindest kurzzeitig, für Ablenkung von andauernden Knieschmerzen.

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Für die letzte Runde ließen sich findige Fünfstettener „Musik-Ingenieure“ etwas Besonderes einfallen und konzipierten ein neues Instrument: die „Gießsaune“. Auf dieser wurden musikhistorische Meilensteine wiedergegeben, welche der (immer noch kniende) Vorstand erriet.

Nach dieser ausdauernden Prüfung wurde das Eingangsgebot schließlich nochmals erhöht, was auch die Gastgeberseite zufriedenstellte. Erlöst vom peinigenden Schmerz dankten es die Kniegeschädigten, und die Patenschaft wurde durch ein gemeinsames Musikstück besiegelt.

Anschließend gab es noch eine zünftige Feier, die beide Kapellen gemeinsam musikalisch umrahmten. Zurück bleiben schöne Erinnerungen an einen denkwürdigen Auftakt. (pm)

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