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Schleichwege: Anwohner müssen Kröte schlucken

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Kommentar Von Wolfgang Widemann
05.09.2019

Die Sperrung der B25 bei Harburg belastet manchen Bürger. Leider ist das unvermeidbar. 

Der Landkreis Donau-Ries ist eine blühende Region mit immer besser ausgebauten Straßen. So weit, so gut. Die Situation bringt aber auch immer mehr Verkehr mit sich. Das wird besonders deutlich, wenn eine wichtige Straße gesperrt werden muss. Davon gibt es aktuell gleich mehrere Beispiele. Die B16 zwischen Donauwörth und Tapfheim ist seit Wochen gesperrt und wird glücklicherweise bald wieder (wohl am 10. September) für den Verkehr freigegeben, um nur ein Beispiel zu nennen.

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Noch mehr Auswirkungen hat die Baustelle auf der B25 bei Harburg. Die verbindet nicht nur die beiden Kreis-Zentren Donauwörth und Nördlingen, sondern dient auch Tag und Nacht dem überregionalen Pkw- und Schwerlastverkehr.

Weil die Staatskassen gut gefüllt sind, wird eine Neuausbau- und Sanierungsmaßnahme nach der anderen angepackt. Die daraus resultierende Sperrung zwingt die Verkehrsteilnehmer auf andere Strecken – und belastet damit viele Anwohner in Orten, in denen sich die Zahl der Fahrzeuge plötzlich vervielfacht.

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Leidgeprüfte Bewohner in Heroldingen

Schon im Vorfeld der neuerlichen B-25-Sperrung meldeten sich die leidgeprüften Heroldinger zu Wort. Auch andernorts werden Bürger seit Donnerstag frühmorgens durch Lastwagen, die am Schlafzimmerfenster vorbeirauschen, um den Schlaf gebracht und kommen zeitweise kaum noch auf oder über die Straße.

Es ist zwar für die Betroffenen ärgerlich, wenn Verkehrsteilnehmer jeden möglichen Schleichweg nutzen, jedoch bleibt ihnen insgesamt betrachtet nichts anderes übrig als diese Kröte zu schlucken. Angesichts der enormen Verkehrsströme, die normalerweise auf der B25 fließen, wäre es wirklich ein Wahnsinn, wenn alle Auto- und Lkw-Fahrer die offizielle Umleitungsstrecke benutzen würden. Der Verkehr würde auf dieser schlicht zusammenbrechen.

Die Behörden müssen freilich eingreifen, wenn den Bewohnern eine Gefahr droht. Hier gilt es wachsam zu sein und gegebenenfalls sofort zu reagieren.

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