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03.03.2009

Schneeschmelze sorgt für Hochwasser

Tagmersheim (sb-) - Die starke Schneeschmelze hat in Tagmersheim am Samstag für eine derartige Überschwemmung gesorgt, dass fünf Feuerwehren ausrücken mussten, um die Fluten in den Griff zu bekommen. Der Grund für das Problem: Das erst zwei Monate alte Regenrückhaltebecken "Am Eisbach" hatte bis jetzt einen provisorischen Abfluss, der zu klein für die Wassermassen war.

Mehrere Tausend Kubikmeter Wasser rauschten durch das Dorf und hielten die Feuerwehren aus Tagmersheim, Blossenau, Monheim, Rögling und Donauwörth fünf Stunden auf Trab. Mit Sandsäcken leiteten die Einsatzkräfte das Wasser Richtung Ortsmitte ab, wo es dann in den Dorfbach floss.

Schon einige Tage zuvor hatten Bürgermeister Georg Schnell und Feuerwehrkommandant Albert Riedelsheimer immer wieder das Regenrückhaltebecken im westlichen Ortskern kontrolliert. "Wir haben momentan nur eine provisorische Überbrückung am Becken, um das Wasser ablaufen lassen zu können. Die Bauarbeiten mussten im Herbst wegen der kalten Witterung eingestellt werden." Momentan ist das Abflussrohr nur 15 Zentimeter dick, es sollte auf 40 Zentimeter vergrößert werden. "In zwei Wochen ist es fertig. Wir hatten einfach nur Pech, weil der Schnee so schnell geschmolzen ist", so Schnell.

Um 11.30 Uhr schaute Schnell am Samstag am Becken nach es gab keine Anzeichen einer Überschwemmung. Nur eine Stunde später musste Schnell den Kommandanten alarmieren. Der wiederum bat kurze Zeit später die anderen Wehren um Unterstützung. "Wir versuchten zuerst noch mit Hilfe von zwei Landwirten das Wasser aus dem Becken abzupumpen, aber es kam einfach zu schnell zu viel", erklärte Einsatzleiter Riedelsheimer. Rund 40 Einsatzkräfte waren schließlich vor Ort beschäftigt.

Schneeschmelze sorgt für Hochwasser

Kreisbrandinspektor Rudolf Mieling war ebenfalls in Tagmersheim: "Dass war wirklich eine schwere Überschwemmung, da kamen Unmengen von Wasser runter." Die Feuerwehren konnten den Verantwortlichen zufolge eine Katastrophe abwehren, weil der Damm am Regenrückhaltebecken rechtzeitig gesichert werden konnte. "Gott sein Dank sind kaum Schäden entstanden", so Mieling.

Anwohner hatten mit dem Wasser kaum zu kämpfen. Wenn alles gut geht, soll in zwei Wochen das Abflussrohr angebracht sein und das Rückhaltebecken für den nächsten Winter gerüstet sein.

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