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Breitband

28.03.2015

Schnelles Internet: Donauwörth scheint gut versorgt

Grün (schnelle Internetverbindungen ab 30 MBit möglich) überwiegt, rot (unter 30 MBit) ist nur in kleineren Ortsteilen wie Zusum und Schäfstall sowie in den Einzelgehöften analysiert worden.

Beauftragter Gutachter präsentiert dem Stadtrat eine überraschende Analyse. Breitband-Pate Felix Späth rät den Bürgern im „Notfall“ zum Anbieter-Wechsel

Das Donauwörther Rathaus hat einen klaren Standortvorteil: Innenstadtlage. Hier gibt es gleich mehrere Internet-Anbieter, die eine schnelle Verbindung offerieren. Echter Wettbewerb, so scheint’s. Trotzdem hat man im Stadtrat am Donnerstagabend mit Spannung die Expertenanalyse zur Breitbandsituation für alle Stadtteile erwartet. Das Ergebnis war für die Räte überraschend positiv. Klar ist auch: Es gibt durchaus noch Unwissen und Missverständnisse bei so manchem Nutzer im Stadtgebiet.

Lange wussten selbst Experten in der Stadtverwaltung nicht im Detail, wie schnell das Netz in sämtlichen Häusern und Wohnungen Donauwörths ist. Die Erklärung klingt ein wenig umständlich: Die Anbieter verlegen ihre Kabel in Eigenverantwortung – und es tummeln sich in der Großen Kreisstadt in manchen Vierteln eine ganze Reihe von Firmen, die Internetverbindungen verkaufen (DSL-Mobil, Telekom, MNet, Kabel Deutschland sowie Funklösungs-Anbieter wie O2/Telefonica). Wegen dieser recht konfus wirkenden Gemengelage – die durchaus datenschutz- und wirtschaftsrechtliche Gründe hat –, hatte sich die Stadt entschlossen, ein Gutachterbüro mit der Ist-Analyse zum schnellen Internet in Donauwörth zu beauftragen. Das Ergebnis ist für alle Beteiligten überraschend: Es sind weit über 90 Prozent der Bürger mit mindestens 30 MBit versorgt – zumindest theoretisch.

Donauwörths Breitband-Beauftragter Felix Späth weist mit Nachdruck darauf hin, dass es die Bürger aufgrund der grundsätzlich guten Versorgung zumeist selbst in der Hand hätten, ihr heimisches Netz zu beschleunigen. Jeder Nutzer, der meint, das hauseigene Internet sei zu langsam, müsse sich allerdings selbst bei den genannten Unternehmen erkundigen, ob im jeweiligen Wohngebiet denn eine schnellere Verbindung möglich wäre.

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Im Bereich der Innenstadt und in Auchsesheim stehen indes gleich mehrere Anbieter zur Auswahl: Kabel Deutschland, Telekom, MNet und DSL-Mobil. Die Stadt darf detaillierte Informationen jedoch aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht herausgeben (wir berichteten), sie kann nur generell zum eigenverantwortlichen und eigenständigen Anbieterwechsel anregen.

Hintergrund der breit angelegten Analyse ist die geplante Beteiligung der Stadt am 1,5 Milliarden Euro schweren Förderprogramm des Freistaates. „Mit den meisten Gebieten braucht man nicht ins Förderprogramm“, fasste Gutachter Karl Manstorfer von der Firma IK-T aus Regensburg zusammen. Wichtig sei jetzt, dass die Ortsteile Schäfstall und Zusum sowie die Gehöfte und Weiler im Stadtgebiet aufgenommen werden. Donauwörth hat einen Förderbetrag von 750000 Euro in Aussicht, die Förderquote beträgt 80 Prozent. Kurzum: Damit auch die abgelegeneren Stadtgebiete und Einzelhöfe angeschlossen werden an das schnelle Internet, steht eine Million Euro zur Verfügung. Allerdings beträgt die Zeitspanne, bis grünes Licht für den Ausbau gegeben werden kann, noch zwölf bis 18 Monate. Oberbürgermeister Armin Neudert betonte: „Wir werden zweifelsohne weitermachen.“

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