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Rain

09.09.2019

Schulstart auf der Großbaustelle

Es wird ein spannendes Jahr für die Schüler der Mittelschule und Realschule Rain. Spätestens nach den Weihnachtsferien werden die knapp 400 Mittelschüler in die aus Containern gebaute Modulschule umziehen (vorne). Der alte Mittelschulbau (oben links) wird ab Januar abgerissen.
Bild: Simon Bauer

Das beginnende Schuljahr bringt den über 1000 Schülern in Rain große Veränderungen: Ein Teil zieht in Container um, alle müssen Bau- und Abrisslärm aushalten.

Wenn die 372 Schüler der Mittelschule Rain heute morgen um 8 Uhr mit dem Unterricht beginnen, dann wissen Sie: Nur noch wenige Monate sitzen sie in ihren gewohnten Klassenzimmern.

Denn ab November steht ein großer Umzug ins aus. Es heißt: Alles muss raus aus dem bisherigen Schulgebäude. Ab Januar rollen die Bagger an und beginnen mit dem Abriss des Betonkomplexes aus den 70ern.

180 Container

Die provisorische Bleibe für Lehrer und Schüler steht bereits. Gut 180 Container bilden die sogenannte Modulschule. Auf dem Volksfestplatz der Stadt Rain stehen die Elemente in zwei oder drei Reihen übereinander. Drei Container bilden ein Klassenzimmer, vier einen Fachraum. Toiletten, Lehrerzimmer, Konferenzräume, Flure, Treppenhäuser – alles zusammen bildet den provisorischen Gesamtkomplex.

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Die Pause werden die Schüler auf einem extra aufgeschotterten Teil des Volksfestplatzes verbringen, für schlechtes Wetter gibt es ein Pausenzelt. Aktuell wird noch an der Elektrik und der Lüftung gearbeitet. Da die Container zuvor am THG Nördlingen als Ausweichschule fungiert haben, sind Tafeln schon fast überall integriert. Die letzte Lektion des Französischunterrichts hat der Tafeldienst stehen lassen.

Ein Mammutprojekt

Für die Rektorin der Mittelschule, Christina Ost, ist der Umzug ein Mammutprojekt. „Wir beschäftigen uns seit Monaten damit und die vier Wochen Umzug im November werden sicher eine stressige Zeit.“ Doch im Grunde ist sie mit der Organisation sehr zufrieden. „Die Container sind viel besser als wir gedacht haben und wir haben dort ausreichend Räume zur Verfügung. Die Schüler können ohne Einschränkung unterrichtet werden“, sagt Ost.

Ihr sei es so viel lieber, als ein Abriss und Umzug in Etappen. Schon jetzt wurde kräftig aussortiert, was nicht mehr in die Modulschule mitsoll. Drei Jahre wird die Mittelschule Rain im Container funktionieren – so ist bisher der Plan. Dann soll der Neubau stehen und es geht zurück.

60 Millionen Euro teuer

Das ist zumindest der Zeitplan. 60 Millionen investiert der Landkreis und der Mittelschulverband Rain in das neue Schulzentrum. Am Ende soll alles großzügiger, moderner, digitaler und barrierefrei sein. Es ist ein Bauprojekt in einer finanziellen Größe, das es in der Schullandschaft des Landkreis bisher nicht gegeben hat.

Nachdem nun die kontrovers diskutierte Frage nach der Fassade geklärt ist – es wird einfach eine farbig gestaltete statt Lamellen – könnte eine Schwalbenpopulation den Zeitplan des Projektes durcheinanderwirbeln. „Wir gehen davon aus, dass dieses Problem gelöst wird und wir unseren Schulbetrieb wie geplant umsetzen können“, sagt Realschuldirektor Gerhard Härpfer.

Wöchentlicher Jourfix

Die Containerschule trifft seine 758 Realschule weniger und auch die Wartezeit auf neue Räume ist für die Realschüler weniger lang. Bereits zum kommenden Schuljahr soll der letzte Erweiterungstrakt mit 14 Klassenzimmern, Lernlandschaften und Ausweichräumen nutzbar sein. Bis dahin muss Baulärm und ab Januar Abrisslärm ausgehalten werden. Über einen wöchentlichen Jourfix mit den Baufirmen könne das aber gesteuert und die Belastung gemildert werden. „Wir kommen gut über die Zeit – vor allem auch, weil Mittelschule und Realschule Hand in Hand arbeiten. Das klappt einfach“, sagt Härpfer.

Schon jetzt freuen sich alle auf die Zeit, wenn alles fertig ist. Dann gibt es auch eine neue, großzügige Mensa mit Frischküche – das bisher betriebene Essen im Schichtbetrieb wird dann Vergangenheit sein.

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