Newsticker

Drosten warnt: Corona-Lage könnte sich auch in Deutschland zuspitzen
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Schwäbisch schwätzad auf der Pirsch

29.06.2009

Schwäbisch schwätzad auf der Pirsch

Kaisheim (syan) - Männerjagd einmal anders: den voll besetzten Saal im Kaisheimer Thaddäus als "ganz ergiebiges Brunftrevier" auserkoren, die "prächtigen Platzhirsche" sogar per Fernglas unter die Lupe genommen und alles mit schwäbischem Dialekt und einer gehörigen Portion Humor gespickt. Das machte das Frauenduo i-dipfele am Freitag in ihrem Kabarettprogramm "Und ewig schockt das Weib".

Mit der Wahl von Günter und Heinz als Halali-Bläser und Waldmeister intensivierten Emma und Berta alias Gesa Schulze-Kahleyß und Sabine Schief den Jagdcharak-ter und machten die beiden Männer aus der ersten Reihe in regelmäßigen Abständen zu Opfern der schwäbischen Brunftattacken. Unvergesslich auch der "Donauwört-her" unter den Gästen, für den das Duo häufig ihren Dialekt auf Hochdeutsch übersetzte: "Catering? Des hoißt bei os Veschper - für dich: Abendbrot!"

Munter ging Emma also auf die Jagd nach einem passenden Mann für Berta, auch wenn diese "net reich, net jung und net schee" sei. Bei "Jagdunfällen" half Berta als Schwester Aurelia mit ihrem VHS-Crashkurs zur Krankenpflege und musste feststellen: "Die Frau ist das einzige Beutestück, das seinem Jäger auflauert!" In der Rolle der Fahrlehrerin Susi Schleifpunkt im verkehrspädagogischen Nachschulungskurs berichtete Emma über ihre Vorliebe für "Rotlichtverstöße" und machte den Unterschied zwischen Frau und Mann deutlich, der zwischen "nicht können, nicht wollen und nicht können, weil man es nicht können will" bestünde.

Fitness und Attraktivität

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im zweiten Teil ging es dann unter anderem um Fitness und Gesundheit, die man als Frau unweigerlich für Attraktivität und Ausgleich benötige. Mit asiatischen Entspannungsübungen "raus aus der schwäbischen Hektik" oder geschwind beim Triathlon mitgemacht, wo nach Emmas Meinung aber nur noch die drei G-Disziplinen in Frage kämen: "Gehhilfewägelesrennen, Gebissweitwurf und Gummistrumpf-Wettwäscha". Bei so viel Zunder gab es nur einen Schluss: "Uns trennt sogar a gmoisame Sproch!"

Doch auch Gemeinsamkeiten konnte das Frauenduo aufweisen, wenn nach der Erkenntnis "entweder ma zwengt se oder ma hot sei Tupperschüssl dabei" Emma mit "Sympathie-Bauchschmerzen" gemeinsam mit Berta das Lied "dut mir mei Wamba weh" (Melodie: "The lion sleeps tonight") anstimmte. Und auch die Agentur "Rent a kend" leiteten beide zusammen. Letzten Endes wurde mit einem schwäbischen Kasatschok zur Me-lodie von "Moskau" die Liebe zur Heimat besiegelt: "Schwoba, Schwoba, Schwoba findsch in jedem Land". Aus Sicht des begeisterten Publikums war dem nichts mehr hinzuzufügen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren