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Marxheim

03.01.2020

Schwerer Unfall in der Silvesternacht: 18-Jähriger im künstlichen Koma

Ein 18-Jähriger ist bei einem Verkehrsunfall bei Marxheim schwer am Kopf verletzt worden.
Bild: Polizei

Plus Sieben Stunden lag der junge Mann nach dem Unfall in seinem Auto, bis ihn jemand fand. Nun erklärt die Polizei, warum der Unfall so lange unbemerkt blieb.

Nach dem schweren Unfall bei Marxheim in der Silvesternacht liegt der 18-jährige Fahrer im künstlichen Koma. Wie berichtet war der Fahranfänger nach einer Silvesterfeier auf dem Heimweg von der Staatsstraße 2047 abgekommen und gegen einen Stadel gefahren.

Dabei hatte er starke Verletzungen am Kopf erlitten. Er konnte selbst keine Hilfe verständigen und wurde erst sieben Stunden später stark unterkühlt gefunden. Wie die Polizei in Rain erklärt, war der junge Mann wohl deutlich zu schnell aus Richtung Bertoldsheim kommend unterwegs. Alkohol war nicht im Spiel. In der Rechtskurve vor dem Ortseingang Marxheim hatte er schließlich die Kontrolle über sein Auto verloren und war zunächst weit über eine Wiese und sogar einen Bachlauf geschleudert. „Die Spuren in der Wiese waren eindeutig“, so ein Sprecher der Polizei Rain. Schließlich prallte der junge Mann mit hoher Geschwindigkeit frontal gegen einen Stadel, der etwa 40 Meter von der Staatsstraße entfernt war.

Unfall bei Marxheim: Allein auf der Strecke unterwegs

Anscheinend war der 18-Jährige zum Unfallzeitpunkt gegen 2 Uhr nachts allein auf dieser Strecke unterwegs. Nach dem Aufprall an der Maschinenhalle waren die Lichter am Fahrzeug nach Einschätzung der Polizei erloschen. Der gesamte Motorraum an der Front des Wagens wurde beim Aufprall massiv zerstört. „Zudem liegt der Unfallort weit von der Straße entfernt und einige Büsche sind dazwischen“, erklärt sich die Polizei Rain die Tatsache, dass über Stunden niemand auf den Unfallwagen und damit auf den Verletzten aufmerksam wurde.

Mit dem Hubschrauber ins Klinikum

Als schließlich ein Passant um 9.35 Uhr am Neujahrsmorgen das Auto und auch den Verletzten entdeckte, war der 18-Jährige bereits seit sieben Stunden im Auto gelegen und stark unterkühlt. Der Hubschrauber brachte ihn ins Klinikum Ingolstadt, wo er noch am gleichen Tag operiert wurde. Nun liegt er im künstlichen Koma.

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