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Gedenkfeier

05.11.2019

Sehnsucht nach Andreas Fulterer

Bei der Gedenkfeier für den Sänger Andreas Fulterer: (von links) Reinhard Glöggler, Claudia Schott und die Brüder Sepp und Hans Fulterer.
Foto: Helmut Bissinger

Plus Fangemeinde erinnert sich in emotionalen Momenten an den vor drei Jahren gestorbenen Südtiroler

Gefühle spielten bei Andreas Fulterer und seinen Konzerten immer eine große Rolle. Umso emotionaler war der Abschied vom deutsch-italienischen Schlagersänger, als er vor drei Jahren im Alter von 55 Jahren plötzlich starb. Zahlreiche Anhänger seines Fanclubs aus Donauwörth nahmen seinerzeit an der Trauerfeier in Südtirol teil. Seither gedenken die Fulterer-Fans aus ganz Europa wie in einer großen Familie des sympathischen Sängers. Diesmal in Rain.

Mehrmals war Fulterer im Donauwörther Tanzhaus aufgetreten, immer hatte Rosi Müller im Hintergrund die Fäden gezogen. Fulterer, viele Jahre Mitglied der Kastelruther Spatzen, hatte zahlreiche Anhänger in Nordschwaben. Das mag auch daran gelegen haben, dass er aus der Region feste Bandmitglieder hatte, wie Reinhard Glöggler aus Rain oder Claudia Schott aus Oberndorf, die mit ihren Saxofon-Soli von Flensburg bis Bozen bei den Fulterer-Konzerten einen Glanzpunkt setzte.

Brüder Sepp und Hans erinnern sich

„Er hat gerne von seinen Auftritten hier erzählt“, erinnern sich seine Brüder Sepp und Hans, die zur Gedenkfeier des Fanclubs ins Blumenhotel gekommen sind. Zweimal schon hatten sich die Anhänger im Gedenken getroffen: in seinem Heimatort Seis bei Kastelruth und im württembergischen Ilshofen. In Rain waren es nun 160 Anhänger jeder Altersklasse, die sich zunächst an einem Zusammenschnitt von Aufnahmen aus Fernsehauftritten Fulterers erfreuten.

Fulterers Balladen und Lieder waren immer getragen von Sehnsucht, viel Gefühl und der Heimatliebe zu seinem Südtirol. Dass er in seinen Texten und Liedern weiterlebt, das hätte er sich sicher gewünscht.

Claudia Schott und Reinhard Glöggler auf der Bühne

Reinhard Glöggler hatte für die Fans in Rain ein Mini-Konzert auf die Beine gestellt und Claudia Schott sowie die Fulterer-Brüder animiert, mit ihm gemeinsam die Erfolgslieder wie „Una Notte Senza Te“ oder „Südtirol, ich vermisse dich“ zu singen. Die Begeisterung der Fans, die beispielsweise mit einem Omnibus aus Südtirol, aus der Wiener Neustadt oder aus Koblenz angereist waren, erinnerte teilweise an jene, die bei Fulterer-Konzerten immer schnell aufgekommen war.

Die Fulterer-Brüder waren gerührt, die Fans nicht weniger. Über allem lag der Hauch des Gefühls, „als ob Andreas nie gegangen wäre“, wie es eine Anhängerin liebevoll formulierte.

Dazu lesen Sie auch: Abschied am Fuße der Dolomiten und Ein Hauch Italien im Tanzhaus

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