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Donau-Ries

11.12.2020

Seniorenheime im Landkreis Donau-Ries vor Testmarathon

Das negative Testergebnis eines Antigen-Tests (Bild) oder eines PCR-Tests ist notwendig, um Verwandte im Seniorenheim zu besuchen.
Bild: Ralf Lienert

Plus Nur wer einen negativen Test vorlegen kann, darf Bekannte und Verwandte im Heim besuchen. Aber auch Mitarbeiter müssen nun zwei Mal pro Woche getestet werden.

Angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen und Corona-Ausbrüche in Seniorenheimen hat die Bayerische Staatsregierung neue Besuchsregeln für diese Einrichtungen herausgegeben. Deshalb wird sich spätestens am Montag für Bürger, die regelmäßig ihre Bekannten und Familienmitglieder in einem Seniorenheim besuchen, der Ablauf komplett ändern.

Termin, Test und FFP2-Maske ist jetzt Pflicht

Bisher musste man zwar einen Termin vereinbaren und konnte pro Woche nur ein- bis zweimal kommen, doch jetzt kann das ohne negativen Corona-Test und eine medizinische Schutzmaske (FFP2) nicht stattfinden. Auch das Pflegepersonal wird ab Montag mindestens zwei Mal die Woche auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 getestet. Das Ziel: keine weiteren Infektionen der Mitbürger, für die eine Infektion schlimmste Folgen haben kann.

Für die Einrichtungen ist die neue Vorgabe aus München trotz Verständnis für die Notwendigkeit eine enorme Organisationsaufgabe, die in diesen eh schon belastenden Tagen oben drauf kommt. Wie Arthur Lettenbauer vom BRK Donau-Ries erklärt, müssen allein für die Mitarbeiter im Seniorenheim am Mangoldfelsen pro Woche 300 Tests durchgeführt werden. Dort will man den Besuchern zudem die Möglichkeit geben, sich vor Ort testen zu lassen. Er rechnet mit bis zu 500 Tests die Woche. „Dafür brauchen wir eine zusätzliche Vollzeitkraft, Schulungen der Mitarbeiter und passende Räumlichkeiten“, wie er schildert.

gKU-Chef Jürgen Busse: "Das ist ein Riesen-Aufwand"

Denn wer auf sein Testergebnis wartet, muss ja vorsorglich isoliert werden – für den Fall, dass das Testergebnis positiv ist. Lettenbauer, der seit zwei Tagen mit seinem Corona-Krisenstab das Thema aufarbeitet, hat erst gestern 1000 Antigen-Tests bestellt und hofft, diese immer verfügbar zu haben. Auch in den vier Seniorenheimen und drei Krankenhäusern des gKU stehen die permanenten Tests der Mitarbeiter auf dem Programm. Jürgen Busse spricht von einem „Riesen-Aufwand“. Aktuell arbeite man daran, die Anzahl an Tests für die Belegschaft zu organisieren. Deshalb wird in den gKU-Heimen, in denen die Regelung ab Montag greift, für die Besucher kein Test angeboten. Sie müssen sich andernorts abstreichen lassen. Masken sind in der Apotheke zu erwerben.

Unterdessen meldet das Gesundheitsamt einen weiteren Todesfall. Ein 67-Jähriger aus dem Landkreis ist im Universitätsklinikum Augsburg mit einer Corona-Infektion gestorben. Er hatte erhebliche Vorerkrankungen. Damit steigt die Zahl der mit Covid-19 gestorbenen Landkreisbürger auf 43.

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