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Donauwörth

23.02.2015

Seuche in Schweinestall ausgebrochen

In einem Schweinemastbetrieb im Landkreis Donau-Ries haben sich Tiere mit Brucellose infiziert. Der Bestand wurde gesperrt, damit sich die Seuche nicht ausbreitet. Symbol.
Bild: Jörg Sarbach, AP

In einem Betrieb im Landkreis Donau-Ries sind Schweine an Brucellose erkrankt. Infizierte Tiere müssen getötet und beseitigt werden. Wie groß ist die Gefahr für Menschen? 

In einem landwirtschaftlichen Betrieb im Landkreis Donau-Ries haben sich Schweine eine bakterielle Infektion eingefangen. Damit sich die Seuche nicht weiter ausbreitet, hat das Landratsamt (Fachbereich Veterinärmedizin) Maßnahmen ergriffen. Infizierte Tiere müssen getötet und beseitigt werden. Das genaue Ausmaß ist noch nicht bekannt.

Behörde sperrt betroffenen Tierbestand

Die festgestellte Krankheit heißt Schweinebrucellose. Damit die Seuche nicht verschleppt wird, hat die Behörde den betroffenen Schweinebestand bis auf Weiteres gesperrt. Das heißt: Es dürfen keine Tiere aus dem Stall an einen anderen Ort gebracht werden und auch keine neuen hinzukommen.

„Untersuchungen zur Ermittlung des Seuchenausmaßes werden derzeit durchgeführt“, teilt das Landratsamt mit. „Seuchenverdächtige Schweine müssen getötet und unschädlich beseitigt werden“, so die Behörde. Unverdächtige Schweine aus dem Bestand könnten geschlachtet und zu hitzebehandelten Fleischerzeugnissen verarbeitet werden.

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Norddeutsche Ferkel haben Seuche eingeschleppt

Die Erkrankung wurde dem Amt zufolge durch Zukauf von Ferkeln aus einem Betrieb in Norddeutschland in den hiesigen Schweinebestand eingetragen. In welchem Ort sich dieser befindet, möchte die Behörde aus Gründen des Datenschutzes nicht sagen.

Brucellose-Erregerreservoire finden sich in zahlreichen Tierarten, insbesondere in Wildtieren (zum Beispiel Wildschweine, Feldhasen). Bei Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen ist die Krankheit anzeigepflichtig und wird staatlich bekämpft.

Die Hauptsymptome der Brucellose sind bei weiblichen Schweinen gehäuftes Umrauschen (werden brünstig, obwohl sie tragend sind), Aborte, Frühgeburten und Geburt toter oder lebensschwacher Ferkel. Bei männlichen Schweinen sind vor allem Hoden- und Nebenhodenentzündungen und dadurch eine Verschlechterung der Deckleistung zu beobachten.

Menschen infizieren sich nur selten

Häufig verläuft die Infektion ohne erkennbare Symptome. In chronischen Fällen können die Tiere durch Sehnen- und Gelenkentzündungen lahmen.

Die Krankheit kann sich grundsätzlich auf den Menschen übertragen. Allerdings komme dies selten vor, erklärt die Behörde. Gefährdet seien vor allem Personen, die direkten Kontakt mit infizierten Tieren und deren Ausscheidungen haben. Beim Menschen könnten sich Fieberschübe und grippale Symptome oder chronische Verläufe in Gelenken und Organen entwickeln.

„Der am hiesigen Geschehen beteiligte Erregerstamm ist für den Menschen jedoch wenig gefährlich“, so das Landratsamt. Wenn das Fleisch betroffener Tiere ausreichend erhitzt werde, könnten die Erreger zuverlässig abgetötet und die Fleischerzeugnisse bedenkenlos verzehrt werden. dz

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