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Donauwörth

28.07.2020

Sie haben noch einmal die Schulbank gedrückt und bestanden

Im Beisein von Rektorin Heike Ritzka, Bürgermeister Josef Reichensberger und dem Vhs-Vorsitzenden Paul Soldner, dem Lehrerteam der Ludwig-Auer-Schule und den Eltern wurden die Zeugnisse für den nachholenden qualifizierenden Mittelschulabschluss übergeben.
Bild: Gudrun Reißer

Die Kooperation zwischen Volkshochschule und Mittelschule ermöglicht es den qualifizierenden Mittelschulabschluss nachzuholen. Nun feierten die Absolventen ihren Erfolg.

„One Million Dreams“ lautete der Refrain des Liedes, das Anna-Lena Sauter zur Gitarrenbegleitung von Daniel-Damian Simon vortrug. Ob die Anwesenden in der Aula der Ludwig-Auer-Schule so viele Träume haben, ist nicht bekannt. Aber einige von ihnen haben sich einen „Traum“ der Zukunftschancen eröffnet, erfüllt: Sie holten den qualifizierenden Mittelschulabschluss nach und bekamen jetzt die Zeugnisse überreicht. Möglich geworden ist dies durch eine seit vielen Jahren bestehende Kooperation zwischen Volkshochschule Donauwörth und Auer-Mittelschule.

Bester Notendurchschnitt war eine 1,8

14 Interessenten hatten sich ursprünglich bei der Vhs angemeldet. Drei sind „abgesprungen“, neun unterzogen sich der Prüfung; acht erwarben den „Qualifizierenden“ und eine Person den einfachen Mittelschulabschluss. Den besten Notendurchschnitt mit 1,8 erreichte Daniel Hofmann – doch zufriedene Gesichter gab es bei allen, auch und gerade bei den sie begleitenden Familienangehörigen.

Mittelschulrektorin Heike Ritzka sagte den Prüflingen „großes Lob“, denn sie hätten vier Monate lang alles gegeben, um das gesteckte Ziel zu erreichen, und dafür auf Freizeit verzichtet. Dieses Tun sei grundsätzlich schon nicht einfach, aber heuer durch die Corona-Situation deutlich erschwert worden. Ritzka dankte Vhs-Geschäftsführerin Gudrun Reißer für ihren Einsatz, der es möglich gemacht habe, dass auch „Externe“ Prüflinge seien und daher nicht gegenüber den „Normalen“ benachteiligt werden dürfen.

Lob für den Durchhaltewillen

Dank und Anerkennung zollte ebenso Gudrun Reißer den erfolgreichen Absolventen (darunter eine Frau mit kleinen Kindern) für den gezeigten Durchhaltewillen. Dass es zu der von Ritzka angesprochenen Sondergenehmigung des Kulturministeriums gekommen sei, sei nur mit der Unterstützung des Bayerischen Volkshochschulverbandes möglich geworden. Ein Dankeschön der Vhs-Geschäftsführerin galt ebenso den beteiligten Lehrkräften: Gerhard und Birgit Sauter, Silvia Scheurich, Marianne Götz, Ute Kopp und Kerstin Dirr.

Wie seine Vorrednerinnen sprach Bürgermeister Josef Reichensberger „von einem wichtigen Tag“ im Leben der Absolventen. Denn mit diesem Abschluss hätten sie einen „großen Schritt getan, der ein Weiterqualifizieren ermögliche“. Auch im Namen von Oberbürgermeister Jürgen Sorré zolle er Respekt für das nochmalige Schulbankdrücken: „Sie können nun mit erhobenem Haupt nach draußen gehen.“ (dz)

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