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Donau-Ries

07.12.2020

So erleben Unternehmer aus dem Donau-Ries-Kreis die Corona-Krise

Geht wieder was nach Corona? Das wollte der Wirtschaftsförderverband Donau-Ries von seinen Mitgliedern wissen.
Bild: Silas Stein (dpa)

Der Wirtschaftsförderverband hat seine Mitglieder befragt. Die Hälfte der Firmen klagt über Rückgänge bei Aufträgen und Umsätzen.

Die Corona-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf die Unternehmen und Geschäftsleute am Wirtschaftsstandort Donau-Ries. Der hiesige Wirtschaftsförderverband hat in einer Umfrage zwischen dem 15. und 31. Oktober regionale Unternehmen zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft befragt. Rund 300 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen nahmen an der Befragung teil, dabei waren die am stärksten vertretenen Branchen aus dem Baugewerbe (19 Prozent) und dem verarbeitenden Gewerbe (17 Prozent).

52 Prozent der im Landkreis Donau-Ries befragten Unternehmen gaben an, dass sie gar keine Hilfs- und Förderprogramme während der Corona-Krise in Anspruch genommen hätten. Die am stärksten genutzte Unterstützungsmaßnahme in der Krise war das Kurzarbeitergeld (30 Prozent) von der Agentur für Arbeit, gefolgt von der Corona-Soforthilfe der Bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung (23 Prozent). Laut der Rückmeldungen haben die Unternehmen auch steuerliche Entlastungen, Stundungen der Sozialversicherungsbeiträge, KfW-Schnellkredit, LfA Kredit oder Darlehen zur Entlastung und zum Betriebserhalt in Anspruch genommen.

Zwei Drittel der Unternehmer fürchten, dass sie weniger Aufträge bekommen

Die Mehrheit der Firmen gab an, dass sie von mäßig bis sehr stark nachgelassenen Kundennachfragen oder Aufträgen (52 Prozent) und Umsatzrückgängen (50 Prozent) betroffen seien. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen fürchten, dass sie in den nächsten Jahren weniger Kundennachfragen oder Aufträge bekommen werden. Ein Viertel erwartet Liquiditätsengpasse, und über ein Fünftel rechnet auch im nächsten Jahr mit Kurzarbeitergeld für ihre Mitarbeiter.

Um regionale Unternehmen während der Corona-Krise zu unterstützen, hat der Wirtschaftsförderverband Donauries im März eine Corona-Seite auf dem Wirtschaftsportal eingerichtet. Zusätzlich dazu wurden regionale Unternehmen über Neuigkeiten zum Thema Coronavirus per E-Mail informiert. Mehr als ein Drittel der Unternehmen teilte mit, dass ihnen diese Informationen des Wirtschaftsförderverbandes während der Krise weitergeholfen hätten.

Fachkräfte sind nach wie vor Mangelware

Trotz Corona ist Fachkräftegewinnung in der Region noch ein sehr wichtiges Thema. Über 40 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie derzeit auf der Suche nach Fachkräften seien. 87 Prozent der betroffenen Unternehmen ergänzten, dass sie Probleme hätten, Arbeitsplätze und/oder Ausbildungsplätze zu besetzen. Zum Zeitpunkt der Befragung beurteilten 43 Prozent der Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Lage im Landkreis Donau-Ries als gut und 50 Prozent als befriedigend. Über 90 Prozent gaben an, dass sie die Wirtschaftsregion Donau-Ries als Betriebsstandort weiterempfehlen würden.

Der Landkreis hat eine sehr diversifizierte und stabile Wirtschaft. Deshalb konnte man die Krise bis jetzt relativ gut bewältigen. Auch wenn es natürlich auch Verlierer der Corona-Krise gibt, bleibt Landrat und Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftsförderverbands Donauries, Stefan Rößle, optimistisch. Beispielsweise haben Unternehmer aus dem Handwerk dank einer guten Auftragslage die Krise kaum zu spüren bekommen. Mehr unter www.wirtschaft-donauries.bayern/unternehmensbefragung. (pm)

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