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Gesundheit

29.07.2020

So geht man richtig geschützt in die Sonne

In der Sonne werden Glückshormone freigesetzt, es lauern aber auch Gefahren. Ein Experte gibt Tipps

Sonnenstrahlen machen glücklich. Treffen sie auf die Haut, setzen sie Glückshormone frei – sogenannte Endorphine. Zudem ist Sonnenlicht wichtig für die Produktion des körpereigenen Vitamin D, das zu gesunden Knochen und Zähne beiträgt. Zu viel Sonne kann allerdings auch schädlich sein. Die ultraviolette Strahlung durch die Sonne lässt die Haut vorzeitig altern und ist zudem ein Risikofaktor für Hautkrebs. „Wer ein Sonnenbad ohne Reue genießen will, sollte daher geeignete Maßnahmen zum Sonnenschutz ergreifen“, so Michael Meyer, Direktor der AOK Donauwörth, in einer Pressemitteilung.

Schatten bietet einen guten Sonnenschutz. Die UV-Belastung werde dadurch mindestens halbiert. Besonders gut schütze dichtes Blattwerk von Bäumen oder Sträuchern. Und dennoch bestehe auch an schattigen Plätzen das Risiko eines Sonnenbrands, da die Umgebung die Strahlen reflektieren kann.

Wie viel Sonne jeder einzelne Mensch verträgt, hänge von seinem Hauttyp ab. Je dunkler die Haut, desto höher der Eigenschutz. Zu welchem Hauttyp man zählt, kann am besten ein Hautarzt bestimmen. „Sonnenschutzmittel helfen, die Eigenschutzzeit der Haut zu erhöhen und dadurch Sonnenbrand zu verhindern“, so Meyer. Es gibt sie mit unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren. Dieser besagt, um wie viel die Eigenschutzzeit der Haut erhöht wird. Wer beispielsweise ohne Schutz zehn Minuten lang in der Sonne bleiben kann, genieße mit LSF 20 einen Sonnenschutz, der maximal 200 Minuten (zehn Minuten mal 20) anhält. Experten raten allerdings, höchstens zwei Drittel dieser errechneten Zeit auszunutzen. Wichtig ist laut Meyer auch, die Sonnencreme rechtzeitig zu verwenden und nicht erst, wenn man schon eine Weile in der Sonne war. Sinnvoll ist außerdem, ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (30 und mehr) aufzutragen, das ausreichenden Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlung bietet.

Kleidung hilft ebenfalls, die UV-Belastung zu reduzieren. Aber nicht alle Stoffe seien dafür gleich gut geeignet. Besseren Schutz bieten Stoffe, die dunkel, fest gewebt oder dicht sowie ungebleicht sind. Materialien wie Polyester, Jeans und Wolle halten mehr UV-Licht ab als dünne Baumwollstoffe, Leinen, Seide oder Viskose.

Eine hilfreiche Faustregel: Hält man den Stoff gegen die Sonne, sieht man bereits, wie viel Licht hindurchdringt. Je lichtdurchlässiger die Kleidung ist, desto geringer der UV-Schutz. Es gibt auch spezielle UV-Schutzkleidung. Dabei sollte auf den UV-Standard 801 geachtet werden, empfehlen die Experten. Zudem sollte der Kopf nicht vernachlässigt und ebenfalls geschützt werden mit einem breitkrempigen Hut oder Kappe, die auch Ohren und Nacken bedecken.

„Und was für die Haut gilt, gilt auch für die Augen – sie brauchen ebenso Schutz vor zu viel Sonneneinstrahlung“, so der AOK-Direktor. Denn zu starke UV-Strahlung könne die Horn- und Bindehaut schädigen und langfristig sogar die Augenlinse trüben und zur Erblindung führen. Deshalb muss die Sonnenbrille bestimmten Standards entsprechen. Unverzichtbar sei die Markierung „CE“ und die Aufschrift „EN 1836:1997“ auf dem Glas oder am Brillenbügel: Daran erkenne man, dass die Sonnenbrille den EU-weit gültigen Qualitätsstandards für den Sonnenschutz entspricht. (pm)

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