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Genderkingen 

24.05.2019

So könnte die neue Kita aussehen

Das ist der aktuelle Entwurf für die Kita in Genderkingen. Die Arkaden im Vordergrund dienen wie eine überdachte Terrasse, die Lamellen schützen gegen die Sonne. Im Obergeschoss sind ein Lager, ein Wartebereich für Eltern und ein Personalraum vorgesehen.
Bild: Entwurf: Denzinger

Das Großprojekt in Genderkingen nimmt konkrete Formen an. Die Kosten belaufen sich wohl auf mehr als drei Millionen Euro. Wann der Bürgermeister mit dem Baubeginn rechnet.

 Die Einweihung des neuen Kindergartens wird er als Bürgermeister nicht mehr feiern können. Wie berichtet, wird Roland Dietz im kommenden Jahr nicht mehr als Rathauschef in Genderkingen kandieren. Die Weichen für das Großprojekt stellt er jedoch noch zusammen mit seinem aktuellen Gemeinderat. Der Bau könnte im kommenden Frühjahr beginnen, so Dietz, die Fertigstellung dürfte aber erst 2021 erfolgen.

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Derzeit läuft beim Landratsamt eine Bauvoranfrage („damit sind wir auf der sicheren Seite“), die auf einem Entwurf des Architekturbüros Denzinger aus Neuburg fußt. Vorgesehen sind zwei Kindergartengruppen sowie eine zwölf Plätze umfassende Krippe. Letzteres, also ein Betreuungsangebot für Kinder bis zu drei Jahren, gibt es in Genderkingen derzeit nicht.

Darum bringen laut Dietz einige Eltern ihren Nachwuchs in umliegende Ort wie Rain, Oberndorf oder Genderkingen. Das ist für die Gemeinde auch ein Kostenfaktor. An Gastkinderbeträgen bezahlte Genderkingen 2017 – das Jahr, in dem der bisher höchste Wert erreicht wurde – über 80000 Euro. Bei der Kinderbetreuung gebe es durchaus eine gewisse Konkurrenzsituation. „Wo man sein Kind hingibt, hängt nicht nur von Wohnort, sondern immer auch vom Arbeitsplatz ab.“

So könnte die neue Kita aussehen

Aktuell werden 34 Kinder betreut

Der aktuelle Genderkinger Kindergarten wurde Mitte der 1970er-Jahre im Untergeschoss des Schulhauses eingerichtet. 34 Kinder werden aktuell dort bereut, die Genehmigung geht bis 50 Plätze. Will man in den Kindergarten, müssen erst mehrere Treppenstufen überwunden werden. „Das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Dietz.

Deshalb wird in unmittelbarer Nähe des jetzigen Standorts neu gebaut. Die Gesamtkosten – mit Architektenleistungen und Außenanlagen – belaufen sich nach einer aktuellen Schätzung auf 3,1 Millionen Euro. Bis September muss der Förderantrag bei der Regierung von Schwaben eingereicht sein, über den sich die Kommune einen Zuschuss von rund einer Million Euro erhofft. Im Winter soll dann die Ausschreibung erfolgen. „Das Vorhaben ist kein Luxus, sondern ein wichtiges und richtungsweisendes Projekt für die Zukunft unseres Dorfs“, so der Rathauschef über das Gebäude in Massivbauweise, das modern, funktional und behindertengerecht sein soll.

Das Innenleben soll offen gestaltet werden, wobei auch einige flexible Module, etwa zwischen Flur und Mehrzweckraum, geplant sind. Außerdem bestehe die Möglichkeit, später einmal unkompliziert an- oder umzubauen. Die Fläche, auf der die Kita entstehen wird, gehört der Gemeinde. „Es wird sehr viel Grün außenrum bleiben“, sagt Dietz.

Man will nicht an der Praxis vorbeiplanen

Die Kindergartenleitung sei bei jeder Sitzung des Gemeinderats, in der es um dieses Thema ging, dabei gewesen. Man wolle ja nicht an der Praxis vorbeiplanen, so der Bürgermeister. Klar ist, dass deutlich mehr Personal als bisher (sieben Mitarbeiter) notwendig sein wird. Was die Öffnungszeiten angeht, so sei noch keine Entscheidung getroffen. „Ich gehe aber davon aus, der der Kindergarten nachmittags auf hat. Das ist aktuell der Trend.“ Dazu soll es aber noch eine Bedarfsumfrage bei den Eltern geben.

Um den Bau zu finanzieren, wird Genderkingen im kommenden Jahr einen Kredit aufnehmen müssen – zumal ja auch noch die neue Kläranlage bezahlt werden will. Aktuell hat die Gemeinde mehr als eine Million Euro auf der hohen Kante. „Da geht noch einiges weg für das neue Baugebiet, gleichzeitig kommt über den Bauplatzverkauf wieder herein. Ich denke aber, dass wir mit über einer Million Euro Rücklage ins nächste Jahr starten.“

Die Räume, die im alten Kindergarten frei werden, könnten als Hort genutzt werden. Dieser – sofern sich der Gemeinderat entschließt, auch dieses Angebot umzusetzen – soll jedenfalls im Schulhaus untergebracht werden, so Dietz. Das Mittagessen werde jedoch in der neuen Kita serviert. Dazu müssen die Kinder nicht über eine Straße, sondern können direkt über die Grünanlagen laufen. „Meine Wunschvorstellung wäre es, wenn Groß und Klein miteinander essen und sich gegenseitig helfen“, sagt der Bürgermeister.

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