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Infrastruktur

16.06.2017

So soll Mertingens Ortskern 2020 aussehen

Ein Hauch von Stadt wird ab 2020 durch das Ortszentrum von Mertingen wehen, denn die neue Unternehmenszentrale der Molkerei Zott wird modern und vor allem groß. Alte Elemente werden integriert und auch die Bürger sollen von dem Neubau etwas haben.

Der Weg für die moderne Konzernzentrale samt Parkhaus ist frei. Im Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen. Das Projekt wird das Dorf deutlich verändern. Was genau geplant ist, wurde jetzt vorgestellt.

Ein Projekt dieser Größenordnung gibt es nicht oft im Landkreis. Freilich warten die Mertinger schon lange darauf und eigentlich hätte der Verwaltungskomplex der Molkerei Zott in der Ortsmitte schon fertig sein sollen. Doch in der Führungszentrale der Großmolkerei hatten zunächst andere Projekte Priorität. Jetzt aber sind alle Weichen für den Neubau der Unternehmenszentrale gestellt. Der Bauantrag passierte nun den Gemeinderat. Voraussichtlich noch im dritten Quartal des Jahres können die Baumaschinen auffahren.

Es wird sicher die größte Baustelle, die es im Ortskern von Mertingen je gegeben hat. Über Jahre haben die Mertinger mit einer toten Freifläche leben müssen, jetzt aber wird dort die Unternehmenszentrale der Molkerei ihren Sitz bekommen. „Wir freuen uns sehr, dass Zott sich in der Mitte des Ortes ansiedelt“, freut sich Bürgermeister Albert Lohner. Architekt Oliver Kaps stellte dem Gemeinderat den Umfang der Baumaßnahme vor.

Wie viel Geld der Neubau genau verschlingen wird, will Zott nicht öffentlich machen. Von einem mittleren achtstelligen Betrag kann aber dem Vernehmen nach ausgegangen werden.

Das Münchner Architekturbüro Baumschlager Hutter Partners hat die ursprünglichen Pläne in enger Abstimmung mit Zott noch einmal gründlich geändert. Das Bauvorhaben umfasst den Neubau der Verwaltung sowie einer Hochgarage mit Gewerbeflächen und Fitnessräumen. Die Fassade des ursprünglichen Molkereigebäudes wurde erhalten und wird in den Neubaukomplex integriert. Das Verwaltungsgebäude wird durch die Riedstraße im Norden, die Wörthfeldstraße im Westen und der Dr.-Steichele-Straße im Süden begrenzt. Die Hochgarage liegt nördlich der Riedstraße und östlich der Wörthfeldstraße.

Der Neubau setzt sich demnach aus drei Baukörpern und einem Parkhaus zusammen. Direkt am Zehentplatz liegt das dreigeschossige Eingangsgebäude. Dort soll es im Erdgeschoss zur Verpflegung der Angestellten eine „Zotteria“ und ein zentrales Foyer geben. Die Besprechungsräume für Besucher wurden im Obergeschoss geplant, darüber liegen die Schulungsräume mit Terrasse. Über dieses Gebäude wird der „Altbau“, der Architekt nennt so das Bestandsgebäude, angebunden. Der mittlere, viergeschossige Neubau ist Büroarbeitsplätzen vorbehalten. Die Räume sollen hier so flexibel geplant werden, dass jederzeit ohne großen baulichen Aufwand eine Umorganisation möglich ist.

Im östlichen Gebäude, ebenfalls viergeschossig, wird die Geschäftsführung ihren Platz finden. Angegliedert ist hier ein großer Innenhof. Insgesamt entstehen Büroarbeitsplätze für rund 380 Mitarbeiter. Sie können auch die Hochgarage nutzen. Dort stehen neben 380 Stellplätzen auch circa 90 Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Wie der Architekt ausführte, bekommen Unternehmenszentrale und Parkhaus eine „hochwertige Fassade aus Ziegelmauerwerk“. Wert habe man auf große Fenster mit zusätzlichen Lüftungsflügeln gelegt. Eine Einheit sollen die Baukörper – auch das Parkhaus erhält eine Ziegelfassade – durch die Materialwahl. Kaps: „Eine Reminiszenz zum ehemaligen Werk 1 der Molkerei Zott.“

Große Bedeutung misst der Architekt den Freianlagen zu. Die „Zotteria“ wird einen großzügigen Außenbereich zum Zehentplatz erhalten. Und spätestens da kommt die Kommune wieder ins Spiel: Sie will parallel zur Endphase der Bauarbeiten für die Unternehmenszentrale mit der Gestaltung des Umfeldes und des Zehentplatzes beginnen.

Das neue Gesicht der Mertinger Ortsmitte soll sich 2020 zeigen.

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