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Oettingen

28.07.2020

So soll der AEG-Anbau in Oettingen aussehen

So soll das neue Gebäude (rechts hinten) am Albrecht-Ernst-Gymnasium aussehen. Es hat eine Holzfassade und passt sich damit dem Musikgebäude (rechts im Bild) an. Die Ansicht ist von der Goethestraße aus.
Bild: Architekturbüro Schlientz

Plus Das Oettinger Gymnasium erhält ein neues Gebäude. Wie viel es kosten soll und was es mit der G9-Wiedereinführung zu tun hat.

Der Neubau eines Funktionsgebäudes für die Oberstufenklassen und die naturwissenschaftlichen Fächer am Oettinger Albrecht-Ernst-Gymnasium (wir berichteten) geht in die Detailplanung.

Nachdem ursprünglich eine herkömmliche Massivbauweise aus Stahlbeton vorgesehen war, hat sich die Landkreisverwaltung inzwischen darauf besonnen, ihren erst zu Beginn des Jahres formulierten Ansprüchen nach mehr Nachhaltigkeit wenigstens teilweise gerecht zu werden und die Fassade mit Holz zu verkleiden. In der Kreis-Bauausschusssitzung im Juni hatte Grünen-Kreisrat Albert Riedelsheimer nach einer nachhaltigen Bauweise am AEG gefragt und damit bei den Verantwortlichen offenbar Wirkung erzielt. Seinerzeit hieß es noch, es würde keinen Sinn machen, in eine fortgeschrittene Planung für einen Massivbau einzugreifen und umzuplanen.

Die Ausschussmitglieder stimmten in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses nach einer längeren Diskussion schließlich für eine von der Hochbauverwaltung des Landratsamtes favorisierten Variante, die eine schützende Holzschalung auf der wärmegedämmten Stahlbetonfassade vorsieht. Die Holzbretter passten auch gut zu dem angrenzenden Musikgebäude, dessen Außenhaut ebenfalls mit Holz verschalt ist, hieß es.

Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen: Gestaltung für neuen Anbau steht fest

Noch nicht entschieden wurde, ob im ersten und zweiten Obergeschoss senkrechte Holzlamellen in einem Abstand von 30 Zentimetern angebracht werden. Je nach Sichtwinkel würde dadurch beim Blick auf das Gebäude ein geschlossener Eindruck entstehen, sagte Fachbereichsleiter Joachim Aurnhammer. Die Lamellen hätten allerdings keine Sonnenschutzfunktion. Diese würde herkömmliche Jalousien übernehmen.

Weiter gab Aurnhammer zu bedenken, dass eine Holzfassade im Laufe der Jahre sich farblich verändere und grau werde. Dies sei jedoch beabsichtigt und gewünscht. Die Kosten für diese Art der Fassadengestaltung werden von der Bauverwaltung auf rund 560000 Euro brutto beziffert.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich weitgehend mit dem Vorschlag einverstanden. Kreisrat Gerhard Martin (SPD) äußerte Bedenken, ob es klug sei, die Fenster von den Lamellen quasi verdecken zu lassen und somit nicht zur Wirkung kämen. „Dies sollten wir nochmals diskutieren“, meinte Martin. Alois Schiegg ( CSU/AL-JB-Fraktion) dachte praktisch. Wie denn die Fenster geputzt werden sollen, wenn davor Holzlamellen hingen, fragte er. Die Fenster könnten ganz normal von innen geöffnet und gereinigt werden, entgegnete Joachim Aurnhammer.

Anbau AEG Oettingen: Fassade soll aus Holz sein

Holz beim Erweiterungsbau zu verwenden bezeichneten Erwin Seiler und Dr. Andreas Becker (beide PWG/ÖPD/FDP-Fraktion) als gelungene Lösung. Becker sprach im Bezug auf die Lamellen von einem „architektonischen Kick“. Katharina Weickhmann (Grüne) sagte, eine Fassade aus Holz habe eine ganz andere Wirkung eine rein konventionelle Bauweise und wirke nicht „zugebaut“.

Landrat Stefan Rößle hatte auf eine Entscheidung im Ausschuss über die künftige Gestaltung des neuen Gebäudes auf dem AEG-Campus gedrängt. Diese nochmals fraktionsintern zu diskutieren, wie Reinhold Bittner für die CSU erwog, lehnte Rößle ab. In der nächsten Sitzung soll entschieden werden, ob die Holzlamellen an der Fassade angebracht werden. Der Landkreis will im September für den Neubau einen Förderantrag bei der Regierung von Schwaben stellen.

Die Kostenschätzung für das Vorhaben liegt derzeit bei 16,5 Millionen Euro brutto. Allerdings dürften die Ausgaben wegen vorhersehbarer Baukostensteigerungen erheblich höher liegen. Die Erweiterung des AEG ist nach Auffassung des Landkreises, aber auch der Schulleitung wegen der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums sowie der prognostizierten Fünfzügigkeit (fünf Klassen pro Jahrgangsstufe) in den kommenden Jahren notwendig."

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Bernd Schied:

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