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Autorenbegegnung

21.11.2019

Spannendes von Leopold und Amadeus

Nach der Lesung signierten Michael Moratti und Petra Götz (beide vorne) die Bilderbücher für die Kinder. Mit im Bild Bibliotheksleiterin Evelyn Leippert-Kutzner (rechts hinten) und Mitarbeiterin Martina Dietrich.
Bild: Irene Hülsermann

Ein Pupskonzert in der Donauwörther Stadtbibliothek begeistert die Kleinsten. Aber auch ältere Besucher hatten mit Michael Moratti und Petra Götz jede Menge Spaß

„Kinder und Klassik“ hieß es wieder einmal in Donauwörth und diesmal gab es eine besonders ausgefallene Lesung in der Stadtbibliothek. Der Verlagsleiter des Wißner Verlages Augsburg und gebürtige Donauwörther Michael Moratti und die Illustratorin Petra Götz stellten ihr neu erschienenes Bilderbuch „Leopold & Amadeus – das Pupskonzert der Mozart-Racker“ vor.

Anlässlich des 300. Geburtstags von Leopold Mozart haben sie sich eine Kindheitsgeschichte von Leopold, dem zukünftigen Vater des später so berühmten Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, ausgedacht. Im voll besetzten Saal saßen schon aufgeregt die jungen Zuhörer, die von Bibliotheksleiterin Evelyn Leippert-Kutzner begrüßt wurden.

„Wisst ihr, was das ist?“, lautete die erste Frage des Autors Moratti an das Publikum und deutete auf sein mitgebrachtes Kamishibai, ein japanisches Erzähltheater. Ein Bub erklärte daraufhin die Funktion dieses Objektes. Die wunderschönen gezeichneten Aquarelle von Petra Götz aus dem Bilderbuch sind in dem Theater als Einzelblätter enthalten. Während Michael Moratti nun den Kindern aus dem Buch vorlas, vermochten sie anhand der Illustrationen das Gehörte visuell zu verfolgen.

Spannendes von Leopold und Amadeus

Im Bilderbuch wird erzählt, wie die Mitglieder der Familie Mozart so ausgezeichnete Musiker wurden, außerdem wie die berühmte Mozartkugel in Wirklichkeit erfunden wurde. Im Mittelpunkt steht der kleine Leopold und sein bester Freund, der Kater Amadeus. Leopold, der nur mäßig Violine spielt, gestenreich und lustig von Moratti demonstriert, soll nach dem Wunsch der Eltern bei einem Hauskonzert vorspielen. Wenig begeistert sucht er nach einer Lösung und findet sie durch eine zufällige Begegnung auf der Plärrer-Dult. Viola, die ungarische Prinzessin der Nacht und fantastische Violinenspielerin, und Kater Amadeus, der fähig ist auf dem Spinett zu musizieren, retten nach einigen Turbulenzen das Hauskonzert. Baron Zagoy, Violas Vater, bringt Leopold am Ende nicht nur das Fechten bei, sondern ebenso das Musizieren mit der Violine: „Das Geheimnis ist, den Bogen der Violine so locker zu halten wie den Degen.“

Petra Götz’ detailreiche Aquarelle erzählen aus der Zeit von Barock und Rokoko. Die aufwendige Kleidung und die Perücken lassen die Kinder in eine längst vergangene Epoche entschwinden. Aber eines hat sich bis heute nicht verändert: unvorhersehbare Missgeschicke. Durch die Verstrickungen unglücklicher Ereignisse entsteht nicht nur der Vorläufer der berühmten Mozartkugel, sondern auch ein lustiges Pupskonzert. Ausgelöst durch den Genuss eines Ersatzkaffees aus Bohnen, vermochten sich die anwesenden Gäste nicht mehr beherrschen.

Immer wieder lockerte Michael Moratti die Lesung auf, indem er den Zuhörern etwas erklärte und sie so ins Geschehen mit einbezog. Als der Autor die Pupsgeräusche nachahmte, kicherten die Mädchen und Buben verstohlen hinter vorgehaltenen Händen.

In Zusammenarbeit von Moratti und Götz sind schon die beiden erfolgreichen Kinderbücher „Das kleine Engele“ und „Das kleine Engele und die Wieselbande“ entstanden. Mit dem dritten Gemeinschaftswerk treffen sie wieder den Nerv des jungen Publikums. Am Ende signieren Autor und Illustratorin nicht nur die Bücher, sondern versehen sie auch mit individuellen Bildern.

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