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24.03.2009

"Spiel des Lebens" mit einem grausamen Ende

Es war ein echtes Top-Match zwischen der JFG Donauwörth und dem FC Ingolstadt 04. Juniorenfußball von der allerbesten Sorte mit einer Donauwörther Mannschaft, die vor knapp 300 Zuschauern im heimischen Stauferpark das Spiel ihres Lebens machte und bis zur 84. Minute, völlig verdient mit 2:0 gegen den Tabellenführer führte. Doch dann folgte eine Schlussphase, in der sich die Ereignisse überschlugen. Und urplötzlich hatten die Ingolstädter mit 3:2 gewonnen, herrschte bei der JFG blankes Entsetzen.

Die favorisierten Gäste hatten sich noch nicht vollends formiert, da eröffnete sich den Luderschmid-Schützlingen bereits die erste faustdicke Chance zur Führung. Ein halbhoher Eckball von Johannes Müller flog durch Freund und Feind zum frei stehenden Marco Friedl, der aus fünf Metern volley über die Latte knallte (2.). Danach mangelte es eher an Torraumszenen, weil sich das Hauptgeschehen im Mittelfeld abspielte, wo mit Härte und viel Laufarbeit um jeden Meter gekämpft wurde. Nach der nächsten Großchance der JFG durch Johannes Müller (22.), der das Leder aber nicht voll traf, kamen allmählich die Schanzer stärker auf und erarbeiteten sich ebenfalls zwei gute Einschussmöglichkeiten, die jeweils von Torhüter Tobias Gerner klasse entschärft wurden.

Mit einem Paukenschlag in die zweite Halbzeit

So ging es torlos in den zweiten Abschnitt, der mit einem Paukenschlag eröffnet wurde. Mit einem Kraftakt ergatterte sich Marco Thiem den Ball am gegnerischen Strafraum, tanzte noch einen Verteidiger aus und wuchtete dann die Kugel platziert zur 1:0-Führung ins Eck. Der Spitzenreiter reagierte sofort und erhöhte den Druck in Richtung Donauwörther Gehäuse, wo die Mannen um Michael Neher und Flo Kienberger zunehmend gefordert waren. Gerner musste zweimal in 1:1-Situationen sein ganzes Können aufbieten. Andererseits fuhren die Donauwörther gegen den weit aufgerückten Gegner etliche brandgefährliche Konter. Die Begegnung stand auf der Kippe - und schien zugunsten der Gastgeber entschieden, als Friedl nach einer Traumkombination mit Dominik Marks in der 78. Minute das 2:0 erzielte.

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Die nicht aufsteckenden Gäste kamen jedoch mit dem Anschlusstreffer zurück (84.). Zwei Minuten später wurden die Ingolstädter durch eine Rote Karte dezimiert. Die JFG hatte also weiter alle Trümpfe in der Hand, um mit Ruhe und Disziplin den Dreier ins Ziel zu retten. Kurz darauf kassierte ein JFG-Kicker eine überflüssige Zeitstrafe (87.). Nun kam Hektik auf. Dann leistete sich Fabian Triebel einen Ausflug zur gegnerischen Eckfahne, verlor den Ball und musste zuschauen, wie der anschließende Konter zum 2:2-Ausgleich einschlug (89.).

Die Gäste waren jetzt heiß und in der JFG herrschte Chaos, sodass sogar noch der Super-GAU eintrat: In der Nachspielzeit schoss Keeper Gerner einen Ingolstädter Angreifer so unglücklich an, dass der Abpraller vom Innenpfosten ins Tor ging (90.+3.).

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