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Ausstellung

12.10.2019

Spiel mit geometrischen Formen

Im Rahmen der Donauwörther Kulturtage sind im Färbertörl Arbeiten des Künstlers Otto Scherer zu sehen.
Bild: Helmut Bissinger

Kunstfreunde zeigen Skulpturen und Wandobjekte von Otto Scherer

Die Geometrie spielt im Leben von Otto Scherer eine große, unabdingbare Rolle. Der Keramiker zeigt derzeit im Rahmen der Donauwörther Kulturtage auf Einladung der Kunstfreunde im Färbertörl, was für ihn Formensprache bedeutet. Das Wesentliche ist reduziert auf Quadrat und Kreis, Kugel und Würfel, in jeweils größtmöglicher Exaktheit geformt.

Otto Scherer ist ein gebürtiger Siebenbürger, der seit 30 Jahren in Deutschland lebt und nun in Pürgen im Landkreis Landsberg arbeitet. Er ist kein Künstler, der viele Worte um seine Arbeit verliert, keiner, der sich preisgibt. Er geht seine Arbeit mit geradezu wissenschaftlicher Akribie in Versuchsreihen an, hat jeweils für ein Jahr lang alle Gestaltungsmöglichkeiten einer Grundform im Auge. Es entstehen Serien, die meistens 50 und mehr Objekte umfassen. Dieses Vorgehen, so sagt er, gibt ihm Halt und Orientierung, und er lotet damit alle Möglichkeiten aus.

In Donauwörth zeigt er Skulpturen und Wandobjekte, die in den Zyklen Quadrat und Würfel entstanden sind. Die Oberflächen der Würfel und Quadrate wurden geprägt, aufgeschnitten, wellig geformt, Kugeln halbiert und deformiert, Platten gebogen. Die reflektierende Oberflächenbehandlung lässt faszinierende, kaleidoskopische Lichtspiegelungen entstehen.

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Wie in einem Spiegelkabinett findet sich der Betrachter selbst und seine Umgebung verzerrt und vervielfacht in den Objekten wieder. „Das ist ein Universum tausendfacher Möglichkeiten, das sich je nach Umfeld und durch Bewegung des Betrachters verändert“, sagte Birgit Kremer bei der Vernissage. Die Kunsthistorikerin führte die Besucher einfühlsam und fast leidenschaftlich hin zum Arbeiten und Wirken Otto Scherers.

Unabhängig von aller Symbollastigkeit faszinieren bei Otto Scherer seine handwerkliche Präzision, seine Kunstfertigkeit, seine Materialauswahl und seine intensive Farbgebung. Viel Gold, dazu Rot und Schwarz für die Abgrenzungen innerhalb der Formverläufe.

Die Ausstellung ist noch bis 27. Oktober im Färbertörl in Donauwörth jeweils mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr sowie sonntags von zehn bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr zu sehen.

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