Bildung

07.04.2011

Spielerisches Lernen

Schulpsychologin Irmgard Huber hält Vortrag in Fünfstetten

Fünfstetten Im Rahmen des Gesamtkonzeptes „Spielen macht Schule“ hat die Grundschule Fünfstetten-Gosheim Eltern und Kollegen zu einer Fortbildungsveranstaltung eingeladen. Schulpsychologin Irmgard Huber stimmte mit Bildern die Zuhörer auf das Thema „Spiel Dich klug“ ein. Freude, Spaß, Konzentration und Selbstvergessenheit spiegelten sich in den Gesichtern spielender Kinder wieder.

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Kinder spielen der Referentin zufolge von Anfang an sehr vielfältig. Nicht nur Tischspiele, sondern auch das Spiel mit Alltagsgegenständen ermöglichten Kindern die Erweiterung ihres Erfahrungsspektrums. Beim Spiel entdeckten Kinder ihre Umwelt aktiv. Je jünger die Kinder seien, desto bedeutsamer sei die „Langsamkeit“ von Spielzeug. Technisches Spielzeug mit vielen Funktionen und Geräuschen überfordere insbesondere kleinere Kinder häufig.

Erschreckend empfanden die Zuhörer die Zahlen zum Mediengebrauch: Über drei Stunden täglich schauten Kinder durchschnittlich fern und dazu kämen noch zwei Stunden an Computern und Spielkonsolen. Auf den Punkt gebracht zitierte Irmgard Huber den Wissenschaftler mit den Worten: „Fernsehen macht dick, dumm und aggressiv.“ Dagegen würden die menschlichen Grundbedürfnisse nach Nähe und Verbundenheit einerseits und Wachstum und Freiheit auf der anderen Seite durch Gemeinschaftsspiele befriedigt. Aktives Spielen fördert die Wahrnehmung, die Motorik und die Intelligenz.

Spielerisches Lernen

Lehrerin Helga Gröbner berichtete über das Spielen in der Schule. Kinder wählten sich Spiele aus der Sammlung, suchten sich ihre Partner oder Gruppe aus und reflektierten im Anschluss an die Spielphase über ihre Erfahrungen. Den diesjährigen Schwerpunkt bildeten Experimentierkästen und Konstruktionsspiele. Sprachspiele würden gezielt zur Förderung einzelner Kinder im regulären Unterricht eingesetzt.

Konzentration und Durchhalten

Bei der Veranstaltung waren die Teilnehmer auch aufgefordert, sich ein Spiel aus dem Fundus der Schule auszusuchen und selbst Spielerfahrungen zu sammeln. Logisches Denken, Erkennen von Regeln, Konzentration und Durchhalten waren ebenso gefordert wie das friedliche Umgehen miteinander.

Das Fazit: „Spiele sind eine sinnvolle Unterstützung für schulisches Lernen und machen klug.“ (pm)

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