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Tapfheim-Donaumünster

25.10.2017

Spuren mit unschätzbarem Wert für die Nachwelt hinterlassen

Manfred Wegele (Zweite von rechts) aus Donaumünster ist in München das "Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" verliehen worden. Die Übergabe nahm Staatssekretär Bernd Siebler (links) vor. Den Geehrten begleiteten unter anderem Landratsstellvertreter Reinhold Bittner (rechts) und Tapfheims Bürgermeister Karl Malz.
Bild: Gallitz

Manfred Wegele aus Donaumünster erhält in München das Bundesverdienstkreuz am Bande. Warum er geehrt wird und was der 67-Jährige selbst dazu sagt.

Vor etwas mehr als zwei Monaten ist bei Manfred Wegele ein Schreiben aus München eingegangen. Absender war das Ministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Als Wegele den Brief las, staunte er nicht schlecht. Er sollte das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland bekommen. „Damit habe ich nicht gerechnet – eine Überraschung und große Ehre“, sagt der 67-Jährige aus dem Tapfheimer Ortsteil Donaumünster. Am Dienstag, am späten Nachmittag, war es dann soweit: Im Kaminzimmer des Ministeriums fand die Verleihung statt, die Staatssekretär Bernd Siebler vornahm.

Ahnenforschung ist seine Leidenschaft

Der pensionierte Hauptschullehrer Wegele engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich vor allem auf dem Gebiet der Heimatgeschichte und der Genealogie. So ist er unter anderem als Schriftleiter der Blätter des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde (BLF), als Vorsitzender des Landesverbandes des BLF und als Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände tätig, außerdem ist er der Kopf des Heimat- und Brauchtumsvereins (HBV) in seiner Heimatkommune. Darüber hinaus sitzt er im Tapfheimer Gemeinderat, 14 Jahre war er Mitglied im Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Pfarrgemeinde Oppertshofen-Brachstadt.

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„Sie sind als Genealoge mit einzigartiger regionaler Expertise in Schwaben und weit darüber hinaus bekannt“, sagte Sibler in Richtung des Ordensträgers. „Durch Ihr persönliches Auftreten und Ihre unzähligen Veröffentlichungen haben Sie bereits heute tiefe Spuren hinterlassen, die für unsere Nachwelt von unschätzbarem Wert sein werden“, so Sibler weiter. Dass Wegele ausgezeichnet wurde, geht auf eine Initiative des BLF zurück. „Die haben das hinter meinem Rücken angezettelt“, sagt Wegele mit einem Augenzwinkern. Für das Bundesverdienstkreuz am Bande kann prinzipiell Jeder vorgeschlagen werden – freilich werden längst nicht alle Vorschläge auch umgesetzt. Wegele hat nach eigener Auskunft bisher noch keine Ehrung für sein Engagement erhalten. Er feierte gestern in München also Premiere. „Und dann gleich so“, freut sich der gebürtige Erlingshofener über das Bundesverdienstkreuz am Bande. Neben seiner Frau und den zwei Söhnen begleiteten ihn weitere Freunde und Kollegen aus der Szene, auch Bürgermeister Karl Malz und Vize-Landrat Reinhold Bittner ließen sich den Termin nicht entgehen. Insgesamt umfasste der Tross, der in die Landeshauptstadt reiste, zwölf Personen.

Große Verdienste erworben

Mit seinem langjährigen, persönlichen Einsatz habe sich Wegele große Verdienste um das Allgemeinwohl erworben, betonte Staatssekretär Sibler. Dafür habe ihm Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nun das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. „Ich freue mich sehr, Ihnen diese hohe Auszeichnung aushändigen zu dürfen“, schloss Sibler seine Laudatio.

Seit den 1990er-Jahren gibt Manfred Wegele bei der Volkshochschule Kurse zur Ahnenforschung und zum Lesen alter Schriften. 1996 gründete er den Stammbaumtisch Nordschwaben, den mittlerweile regelmäßig bis zu 60 Gäste besuchen.

Vor knapp 30 Jahren hatte ihn die Begeisterung für das Thema Ahnenforschung gepackt, als er im Pfarramt Unterlagen über seine eigenen Vorfahren entdeckte. Seitdem hat er an zahlreichen Büchern mitgewirkt, eine von ihn herausgegebene Familienzeitschrift hat bereits um die 50 Ausgaben erlebt. Aktuell bereitet er mit dem HBV Donaumünster-Erlingshofen-Rettingen-Brachstadt-Oppertshofen-Tapfheim eine Ausstellung zur Reformation vor, die am kommenden Wochenende eröffnet wird.

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