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Schule und Corona: Bayern verschiebt alle Abschlussprüfungen
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Donauwörth

28.07.2020

St. Ursula Donauwörth: Besondere Abschlussfeier am Mangoldfelsen

Bei der Ehrung der besten Absolventinnen des Jahrgangs: (von links) Konrektor Thomas Schuster, Judith Funck, Sina Schmidbaur, Marie Graf, Johanna Wenninger, Antonia Rieser, Bernadette Seidel, Katharina Bock und Schulleiter Peter Müller.
Bild: Kapfer

Die 65 Absolventinnen der St. Ursula in Donauwörth haben ihren Abschluss gefeiert. Gleich 18-mal hatten Schülerinnen einen Schnitt mit einer Eins vor dem Komma.

„Bühne frei“ hieß es im Amphitheater am Mangoldfelsen in Donauwörth. Aber dieses Jahr begeisterten nicht wie gewohnt die Schauspieler der Freilichtbühne das Publikum. Stattdessen hatten die Absolventinnen der Realschule St. Ursula ihren großen Auftritt. Das ungewohnte, aber wunderschöne Ambiente verlieh der Abschlussfeier, die erstmalig unter freiem Himmel stattfand, ein besonderes Flair.

Die Dekane Robert Neuner und Johannes Heidegger wandten sich in ihrer Andacht an die Absolventinnen und stellten das Bild eines Schatzkästchens in den Mittelpunkt. Erfahrungen und Erlebnisse mit Freundinnen, Eltern und auch Lehrern seien die Schätze des Lebens – dazu gehören die schönen, aber auch die bitteren und leidvollen Erfahrungen. An die Absolventinnen gewandt betonte Neuner, dass wir alle selbst ein kostbarer Schatz in der Hand Gottes seien, den er liebevoll trägt, und dass es nur darauf ankomme, Menschen zu finden, die uns helfen, diesen Schatz in uns zu heben.

"Sehr guten Leistungen unter ungewöhnlichen Umständen"

Konrektor Thomas Schuster ging auf eben diese positiven Erfahrungen ein und lobte die Schülerinnen des Abschlussjahrgangs für ihre herausragenden Ergebnisse, die trotz (oder gerade wegen?) der Prüfungsvorbereitung im Homeschooling erreicht wurden. Schuster ließ die vielen schönen Erlebnisse der Abschlussschülerinnen noch einmal Revue passieren: Das große Abenteuer der Romfahrt mit der gesamten Schule, das Skilager, die Englandfahrt, die Teilnahme am Frankreichaustausch und vor allem die Abschlussfahrten nach Berlin, Amsterdam und Paris. Dies alles seien wertvolle Erinnerungen, deren Stellenwert nicht hoch genug einzuschätzen sei.

Anschließend sprach Schulleiter Peter Müller den Absolventinnen Dank für ihre sehr guten Leistungen unter ungewöhnlichen Umständen aus. In seiner Begrüßungsansprache stellte er die Frage in den Mittelpunkt, welche positiven Erfahrungen wir alle aus der Coronazeit mitnehmen können. Zum Ersten sei das die wiedergewonnene Erkenntnis, dass Schule wichtig sei – und als Raum für ein soziales Miteinander unverzichtbar.

Schulleiter appelliert an die Schülerinnen: „courage for future“

Erst in der Krise werde einem bewusst, wie wichtig Nähe und sozialer Kontakt zu Freundinnen und Freunden, zur Klassengemeinschaft und zu Lehrerinnen und Lehrern seien. Zum Zweiten biete der mit der Coronazeit verbundene Prozess der Entschleunigung die Chance, das nächste Umfeld, nämlich die eigene Familie viel bewusster und in einer ganz anderen Qualität zu erleben. Zum Dritten bliebe die Erkenntnis, dass Sicherheit verletzlich ist und Freiheit niemals selbstverständlich.

Die junge Generation – bisweilen schon als „Generation Corona“ abgestempelt – habe nun die große Chance, die bisher festgeschriebene Alternativlosigkeit der Politik zu durchbrechen, weil die Erkenntnis reife, dass unsere Art der Fortbewegung, der Energiegewinnung, des Ressourcenabbaus, des Konsums, des Geschlechterverhältnisses und des subtilen Rassismus nicht durch kleine Schritte zu verändern sei, sondern dadurch, dass man einen anderen Weg beschreite, also „courage for future“ zeige, nach Alternativen suche und jedem Menschen mit Wertschätzung begegne. Müller dankte den Absolventinnen und den Eltern für ihren wichtigen Einsatz.

18 Schülerinnen haben einen sehr guten Notenschnitt

Unter großem Applaus des Publikums wurden dann die Absolventinnen zusammen mit ihren Klassenleitern auf die Bühne gerufen und durften dort, mit gebührendem Abstand, ihr Abschlusszeugnis entgegennehmen. Insgesamt 18 Schülerinnen konnten sich über eine Eins vor dem Komma freuen. Jahrgangsbeste war Katharina Bock aus der Klasse 10a mit einem Notendurchschnitt von 1,08. (dz)

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