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12.12.2020

Stadt rät zur Vorsicht beim Autoverkauf

Ein schrottreifes Auto, das illegal am Waldrand zwischen Ebermergen und Mauren abgestellt wurde. Davor wurden brauchbare Teile entfernt.
Bild: Stadler

Harburg: „Händler“ schlachten Wagen aus und lassen sie stehen

Zur Vorsicht beim Verkauf von alten Autos hat Sara Stadler, Leiterin des Ordnungsamts Harburg, geraten. In jüngster Vergangenheit gab es zwei Vorfälle im Stadtgebiet, bei denen alte Autos gekauft, die Katalysatoren herausgetrennt und die Fahrzeuge einfach am Wegrand abgestellt wurden. Die Verkäufer schlossen Stadler zufolge keine schriftlichen Kaufverträge ab und erhielten das Geld bar auf die Hand. Später wurden die Autos am Waldrand zwischen Ebermergen und Mauren und bei Mündling gefunden.

Das Landratsamt kann nicht bestätigen, dass solche Fälle in der letzten Zeit vermehrt in der Region vorgekommen sind. Verstöße gegen die Altfahrzeugverordnung, die eine umweltverträgliche Entsorgung regelt, werden erfahrungsgemäß etwa einmal pro Woche im Landkreis gemeldet. Der Eigentümer ist verpflichtet, das Fahrzeug ordnungsgemäß zu entsorgen, wenn es nicht mehr als Gebrauchtwagen oder ohne größere Reparaturen zugelassen werden kann. Wenn das Fahrzeug nicht mehr für den Straßenverkehr geeignet ist, muss es einer anerkannten Altfahrzeugannahmestelle oder einem zertifizierten Demontagebetrieb überlassen werden.

Eine Unwissenheit über gesetzliche Bestimmungen befreit dem Landratsamt zufolge den Verkäufer nicht von seinen Verpflichtungen. Denn wird ein Fahrzeug auf freiem Gelände illegal abgestellt, wird der letzte Halter und gegebenenfalls der vorhandene Käufer ermittelt. Zuerst wird eine Aufforderung zur ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung ausgesprochen. Falls das Auto nicht ordnungsgemäß entsorgt wird, folgt eine Drohung etwa mit einem Zwangsgeld. Falls die Behörde dazu gezwungen ist, eine Firma für die Entsorgung zu beauftragen, muss der Verantwortliche die Rechnung dafür zahlen.

In Harburg hat die Freiwillige Feuerwehr die zwei illegal abgestellten Pkw abgeholt. Diese werden nun für Übungen genutzt. „Noch mehr Autos kann die Feuerwehr aber momentan nicht gebrauchen“, sagt die Leiterin des Ordnungsamts. Ihr Appell: „Die Verkäufer müssen darauf achten, an wen sie ihr gebrauchtes Auto veräußern, sonst machen sie sich mitschuldig.“ (sukl)

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