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Donauwörth

22.05.2020

Stadtbibliothek wieder offen: So läuft Bücherausleihe mit Hygieneregeln

Wiedereröffnung der Stadtbibliothek Donauwörth: Jonas Reinhard, Stephanie Kluge und die Leiterin Evelyn Leippert-Kutzner (von links) freuten sich, ihre Leser wieder begrüßen zu können. Am ersten Tag schenkte eine Besucherin dem Team der Stadtbibliothek das Bild ihres Sohns, der dieses extra für das Team gemalt hatte.

Plus Die Stadtbibliothek in Donauwörth hat ab sofort wieder geöffnet. Am ersten Tag kamen 105 Besucher. Für das Team gab es Schokolade. Wie der Alltag in der Bücherei abläuft.

„Hallo! Schön, dass Sie wieder da sind. Auch wenn alles noch etwas ungewohnt ist“, begrüßt Evelyn Leippert-Kutzner eine neue Besucherin, die durch die Türe im dritten Stock der Stadtbibliothek in Donauwörth hereinspaziert. Mit freudiger Stimme erklärt die Leiterin die neuen Regeln des Schutz- und Hygienekonzepts. Die Besucherin mit Maske lauscht den Erklärungen, schnappt sich erst einmal einen desinfizierten Korb aus dem Gang und füllt bereitwillig einen Zettel mit ihren Daten aus.

Seit Montag hat die Stadtbibliothek in Donauwörth wieder geöffnet. Doch es gibt einige Regeln zu beachten. Maximal 20 Personen können sich gleichzeitig mit Maske und Beachten der Abstände in den Räumlichkeiten aufhalten. Nur mit einem der roten desinfizierten Körbe vom Eingang im dritten Stock darf die Bücherei betreten werden, damit die Besucheranzahl kontrolliert werden kann. Dazu muss ein Zettel mit Daten ausgefüllt werden, um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können.

Kein entspanntes Umfeld zum Verweilen

„Momentan müssen wir uns nur auf Ausleihe und Rückgabe beschränken und können den Lesern kein entspanntes Umfeld zum Verweilen bieten“, meint Leippert-Kutzner. Die Sitzecke, die Kinderabteilung zum Spielen und die PCs dürfen nicht genutzt werden. Etwa 15 Minuten lang kann man dann im Bestand von 40000 Büchern, CDs und DVDs stöbern. An der Theke können die ausgewählten Medien dann mit Abstand und zwischen einem angebrachten Hygieneschutz aus Plexiglas ausgeliehen werden.

Stadtbibliothek wieder offen: So läuft Bücherausleihe mit Hygieneregeln

Die Rückgabe der Medien erfolgt bevorzugt an der Rückgabebox vor dem Gebäude oder im dritten Stock links vorm Eingang. „Diese kommen dann quasi 24 Stunden unter Quarantäne“, sagt Leippert-Kutzner. Danach werden sie gereinigt und wieder einsortiert. Mit der Rückgabe können sich die Leser, aber vorerst Zeit lassen: Bis zum 30. Juni wurden alle Medien automatisch verlängert. Auch die Öffnungszeiten wurden eingeschränkt auf Montag, Mittwoch, Freitag und jeden ersten Samstag im Monat. Der Grund: Im Gebäude in der Reichsstraße gibt es auch eine Wirtschaftsschule, mit der sich das Treppenhaus geteilt wird. Das Schutz- und Hygienekonzept erarbeitete das fünfköpfige Team der Stadtbibliothek in der vergangenen Woche. Als Grundlage dienten die Empfehlungen der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen in Bayern und dem Deutschen Bibliotheksverband, sowie in Absprache mit der Stadt.

Viele bedanken sich für die "Wundertüten"

„Wir waren für den ersten Tag gespannt, wie alles läuft. Vieles ist noch ungewohnt und wir müssen noch viel erklären“, sagt Jonas Reinhard, der in der Bücherei arbeitet. Auch das mit den Masken wäre gewöhnungsbedürftig, schon mehrmals habe er seine gewechselt. Seine Kollegin Stephanie Klug fügt hinzu: „Aber bisher sind alle sehr glücklich, dass wir wieder geöffnet haben. Auch für die Wundertüten haben sich schon viele bedankt.“ Mit „Wundertüten“ ist der Lieferservice in den vergangenen Wochen gemeint. Online konnten Formulare mit Alter und Vorlieben ausgefüllt werden, nach denen die Mitarbeiter eine Auswahl an Medien aussuchte. Diese wurden abends sofort ausgeliefert. Mehr als 300 Bestellungen gingen ein. Aufgrund der guten Resonanz wird der Lieferservice weitergeführt. Dienstags und Donnerstag wird zukünftig ausgeliefert.

105 Besucher am ersten Öffnungstag der Donauwörther Stadtbibliothek

Am Montag kamen 105 Besucher bei der Stadtbibliothek vorbei. Darunter auch Sonja Kempf aus Donauwörth. Ihr sechsjähriger Sohn hatte ihr ein selbstgemaltes Bild mitgegeben. „Als ich ihm heute erzählt habe, dass die Stadtbibliothek wieder geöffnet hat, hat er sich so gefreut. Ich musste noch warten, bis er das Bild fertig gemalt hat“, sagt sie mit einem Lachen.

Mit einer Liste voller Bücher hat sich Klara Schmid sich auf den Wiedereröffnungstag vorbereitet. Sehnsüchtig hatte sie den Tag erwartet und sich auch gleich online informiert, was die Hygieneregeln sind, sagt die Donauwörtherin. Für das Bibliotheksteam hatte sie Schokolade dabei. „Sie ist einer unserer Stammkundinnen“, sagt die Mitarbeiterin und freut sich über das Wiedersehen.

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