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03.06.2009

Stadtgeschichte mit Musik

Harburg (klem) - Die Harburger Nachtwächter als Chor sind aus dem Burgstädtchen nicht mehr wegzudenken. Es gibt ihn seit 1999 und jetzt erinnerte er mit einer nächtlichen Führung durch die Altstadt an seine Gründung. Für die Führung konnten Fritz Leimer und Fritz Mayer, zwei bewährte Kenner der Harburger Stadtgeschichte, gewonnen werden. Weit über 100 Besucher lockte das Programm in den Innenhof des Rathauses.

Nach einigen Liedern durchwanderten zwei Gruppen mit ihren Führern die Altstadt. Selbst Ortskundige erfuhren an den Haltepunkten immer wieder bisher Unbekanntes. Auf der alten Steinernen Brücke griffen die Nachtwächter in ihren dunklen Mänteln und breitkrempigen Hüten dann einmal mehr in ihr reichhaltiges Repertoire und vermittelten ein stimmungsvolles und dem Anlass gerechtes Flair. Zum Abschluss fand man sich wieder am Rathaus zusammen. Und alle stimmten ein in die Lieder "Kein schöner Land in dieser Zeit, als hier das unsre weit und breit" und "Ade zur guten Nacht".

Bis 1963 aktiv

Der Chor "Harburger Nachtwächter" ist aus der 150-Jahrfeier der Stadt Harburg hervorgegangen. Bei den Vorbereitungen zum Fest erinnerte man sich auch an den Nachtwächterdienst, der noch bis ins Jahr 1963 ausgeübt wurde. Der letzte Nachtwächter war Josef Bernhard. Man beschloss, diesen alten Beruf für die Festtage wieder ins Leben zu rufen.

Stadtgeschichte mit Musik

So suchte und fand man zehn Personen, die jeweils zu zweit im täglichen Wechsel in den Abend- und Nachtstunden die vollen Stunden ansagen oder ausrufen sollten. Die Nachtwächter der "ersten Stunde" waren Hans Lengerer, Hubert Schneider, Volker Schubert, Manfred Roscher, Max Adamietz, Karl Metzger, Michael Hahn, Josef Andres, Hans Trüdinger, Hans Schüle. Am Montag, 2. März 1999, war die erste Probe für die zehn "Zeitausrufer".

Auftritte waren ein großer Erfolg

An Singen hatte anfänglich noch niemand gedacht. Dann hatte Volker Schubert angefangen, kurze Lieder einzustudieren. Bald wurde zwei-, drei- und vierstimmig gesungen. Das war natürlich mit zwei Nachtwächtern nicht möglich. So wurde kurzerhand beschlossen, die fünf Festtage mit einem gemeinsamen Chor zu bestreiten. Ihre Auftritte an den Festtagen waren ein großer Erfolg und hinterließen nachhaltigen Eindruck allenthalben.

Anlass, dass die Nachtwächter zusammengeblieben sind, war eine Einladung ins Märkerwerk, um bei einer Veranstaltung zu singen. Die Nachtwächter sagten sich: Gut, da müssen wir wenigsten bis dahin proben. Und auf diesem Weg haben sie beschlossen, doch gleich länger weiterzumachen.

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