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13.04.2019

Steuereinnahmen: Goldene Zeiten in Donauwörth?

Für Donauwörth könnten die hohen Gewerbesteuereinnahmen einen Befreiungsschlag bedeuten. Endlich können Projekte angegangen werden, die schon lange geschoben werden.

Viele Jahre musste die Stadt Donauwörth, die sich ja neuerdings Oberzentrum nennen darf, eher kleinere Brötchen backen. Zwar ist auf ihrem Gebiet ein Weltunternehmen angesiedelt, doch – wie bei vielen Konzernen, die global aufgestellt sind – floss von diesem kaum Gewerbesteuer in die Stadtkasse. Das hat sich nun offenbar geändert. Bereits 2018 vervielfachten sich die Einnahmen aus dieser Quelle. Und jetzt soll der Betrag noch um einen zweistelligen Millionenbetrag höher werden. Für Donauwörth könnte dies einen Befreiungsschlag bedeuten. Endlich können Projekte angegangen werden, die schon lange geschoben werden.

Doch Vorsicht ist geboten! Leider hat die Kommune keine Garantie, dass der Geldsegen anhält. Der hat postwendend höhere Abgaben an den Landkreis zur Folge. Die größte Gefahr: Airbus könnte am Ende vielleicht doch nicht so viele Millionen Euro Steuern zahlen müssen. Andere Kommunen können ein Lied davon singen. Wer da nicht vorsorgt und gleich Rücklagen bildet, kann böse auf die Nase fallen.

Für Donauwörth bleibt zu hoffen, dass die Geschäfte im hiesigen Werk von Airbus Helicopters weiter gut laufen – und der Konzern willens ist, Gewerbesteuer zu zahlen. Dann könnten in der Großen Kreisstadt zumindest bis auf Weiteres goldene Zeiten anbrechen. Das Risiko, von einem einzigen großen Unternehmen abhängig zu sein, bleibt bestehen.

Lesen Sie dazu: Geldsegen: Stadt packt viele Projekte an

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