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Fußball

05.09.2015

TSV Rain: FC Pipinsried klagt gegen Giovanni Goia

Der FC Pipinsried klagt gegen seinen ehemaligen Spieler Giovanni Goia, der nun beim TSV Rain spielt.
Bild: Szilvia Izsó

Pipinsrieds Boss ficht das Spielrecht von Ex-Spielern an. Ob es wirklich zu einer Verhandlung kommt, ist ungewiss. Worum es letztlich wirklich geht.

Rain/Altomünster-Pipinsried FC Pipinsried-Präsident Konrad Höß hatte bereits damit gedroht, vor Gericht zu ziehen, nun lässt er seinen Worten Taten folgen. Grund für die Rage des 74-Jährigen sind ehemalige Spieler des FCP: Sebastian Fischer, Maximilian Zischler sowie die Rainer Neuzugänge Giovanni Goia und Christian Doll. Sie alle hatten Verträge unterzeichnet und gingen dann doch zu anderen Vereinen. Das will Höß nicht einfach so hinnehmen.

Höß verzichtete auf formale Amateurverträge des Bayerischen Fußballverbands, die den FC Pipinsried mit Sozialabgaben und Versicherung wenigstens rund 400 Euro pro Kicker kosten. Nach Saisonende und verpasstem Regionalliga-Aufstieg wollten plötzlich etliche Kicker zu anderen Vereinen, Zischler zum SC Feucht, Goia und Doll zum TSV Rain.

Weil Höß keine Amateurverträge geschlossen hatte, wollten die aufnehmenden Vereine keine Ablöse zahlen, auch eine Zustimmung des FC Pipinsried war nicht nötig. In den Pipinsrieder Verträgen sollen 5000 Euro Ablöse festgeschrieben sein, die bei einem Vereinswechsel fällig würden. Für Doll zahlte der TSV Rain die geforderte Summe, weil der Spieler selbst darauf drängte. Höß erklärt: „Doll hat das klar geregelt.“ Bei Goia verweigerte Rain eine Zahlung. Günther Reichherzer, Rains Sportlicher Leiter, argumentiert, man habe mit einem privaten Vertrag – als solchen bezeichnet er die Hößschen Papiere – nichts zu schaffen. Auch Vereins-Geschäftsführer Anton Fuchs betonte stets, ein solcher Vertrag sei eine Sache des Spielers und nicht des Vereins. Ein vierstelliges Angebot der Rainer hat Höß abgelehnt.

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Spielrecht das eine, Privatrecht das andere

Über seinen Sohn Reinhard Höß, Jurist von Beruf, klagt der 74-Jährige beim Landgericht München gegen die Spieler. Genauer: Er ficht das Spielrecht an. Höß hat sich informiert, wegen fehlender Planungssicherheit am Anfang der Saison stünden seine Chancen nicht schlecht, meint er. Bekommt Höß vor Gericht recht, könnte dies womöglich tiefgreifende Folgen haben. „Wenn der Spieler nicht spielberechtigt war, dann werden die Punkte aberkannt“, mutmaßt Höß. TSV-Geschäftsführer Fuchs zufolge, habe sich der Verein beim Bayerischen Fußball-Verband informiert. „Die sagen ganz klar: Spielrecht ist das eine und Privatrecht das andere. Es gibt laut BFV kein Privatrecht, das das Spielrecht angreift“, ist sich der Funktionär sicher. Ob es zu einer Verhandlung kommt, steht noch nicht fest, womöglich einigen sich die Vereine noch außergerichtlich. (joga, sut)

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