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Donauwörth

14.04.2019

Tanzhaus: Im Mai konkrete Vorschläge

Was passiert mit dem Tanzhaus? Diese Frage beschäftigt derzeit die Verantwortlichen der Stadt Donauwörth. Bis 7. Mai sollen konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen. Aktuell wird ein Konzept erarbeitet, wie das Gebäude vorübergehend genutzt werden kann.
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Was passiert mit dem Tanzhaus? Diese Frage beschäftigt derzeit die Verantwortlichen der Stadt Donauwörth. Bis 7. Mai sollen konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen. Aktuell wird ein Konzept erarbeitet, wie das Gebäude vorübergehend genutzt werden kann.
Bild: Wolfgang Widemann

Die Zukunft des Bauwerks in Donauwörth wird erörtert. Verschiedene Varianten – auch mit der Stadtbücherei – sind im Gespräch.

Soll das Tanzhaus in Donauwörth saniert oder abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden? Soll der Stadtsaal im ersten Stock bleiben oder künftig im Erdgeschoss sein? Sollen städtische Einrichtungen mit im Tanzhaus untergebracht werden? Diese drei und noch viel mehr Fragen beschäftigen in den kommenden Wochen die Verantwortlichen der Großen Kreisstadt. Sie wollen ausloten, was, zu welchen Bedingungen, mit dem zentralen Gebäude in der Reichsstraße passieren soll. In einer öffentlichen Sondersitzung des Stadtrats am 7. Mai sollen dann „konkrete Vorschläge“ präsentiert werden. Das kündigte Oberbürgermeister Armin Neudert in einer Zusammenkunft des Gremiums an.

Wie gemeldet, erörterten kürzlich 22 Stadträte und sieben Mitglieder der Verwaltung in einem Arbeitskreis unter der Moderation des Fachbüros Empirica das Thema. In der folgenden Sitzung des Rats erörterten der OB, Hauptamtsleiter Roland Braun und ein Vertreter des Büros nun weitere Details des Treffens.

Stadtsaal, Kulturbüro und Tourismusinfo 

Für einen Abriss/Neubau habe es 15 Stimmen gegeben, für einen Erhalt des jetzigen Gebäudes vier. Ebenso sei ein „klares Stimmungsbild“ für eine Machbarkeitsstudie zu erkennen gewesen. Es seien verschiedene Nutzungsvarianten diskutiert worden. Daraus hätten sich zwei Ansätze ergeben, die favorisiert würden. Bei einem stünde der Stadtsaal im Mittelpunkt, samt einem Multifunktionsraum und einem Café. Die zweite Variante enthielte den Stadtsaal, eine Gastronomie und die Stadtbibliothek.

Eine weitere Erkenntnis: Für das städtische Kulturbüro und die Tourismusinformation wäre das Tanzhaus „sehr geeignet“. Überhaupt sollte das Gebäude Frequenz für die Reichsstraße bringen. Man sehe einen Bedarf für Tagungsmöglichkeiten. Für die städtische Musikschule hingegen wäre der Standort ungeeignet. Für die Tiefgarage sollen ebenfalls Konzepte erarbeitet werden. Dafür gelte es zum einen, die größtmögliche Stellplatzkapazität abzuklären. Zum anderen sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, für welche anderen Zwecke die Untergeschosse genutzt werden könnten.

Brandschutzkonzept und Gutachten zur Statik

Um das aktuelle Bauwerk, das bekanntlich von den ursprünglich genehmigten Plänen abweicht, vorübergehend für bis zu 400 Besucher nutzbar zu machen – derzeit sind lediglich sechs Veranstaltungen pro Jahr möglich –, wird ein Brandschutzkonzept erstellt. Laut Hauptamtsleiter Braun muss nach jetzigem Stand eine Reihe von Türen ertüchtigt werden. Zudem seien Trockenbauwände einzuziehen. Die Tiefgarage müsse auf 1000 Quadratmeter begrenzt werden, ansonsten wäre eine Brandmelde- und Sprinkleranlage nötig.

Die Kosten für die vorläufige Brandschutz-Ertüchtigung belaufen sich grob geschätzt auf rund 180000 Euro. Ein weiteres Gutachten soll klären, wie es statisch und energetisch um das Gebäude steht – inklusive Sanierungsvorschläge und Kostenschätzung.

OB Neudert erklärte, ein nachhaltiges Nutzungskonzept sei Grundlage für eine staatliche Förderung. Im Gegensatz zu einer Sanierung wäre ein Abriss/Neubau durch die Städtebauförderung nicht zuschussfähig. Ob bei einem Neubau Geld aus anderen Programmen fließen könnte, stehe noch nicht fest.

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