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Donauwörth

06.02.2018

Tanzhaus: Jetzt geht es an die Details

Nach den Turbulenzen um den Verkauf des städtischen Gebäudes an einen Investor ist es still geworden. Wie es mit dem Vorhaben von Erwin Müller nun weitergeht

Die Entscheidung zum Verkauf des Tanzhauses Anfang August war weitreichend. Doch seitdem ist es ruhig geworden, was die Zukunft des wohl zentralsten Donauwörther Gebäudes (neben dem Liebfrauenmünster) angeht. Ist das Interesse des Investors am Tanzhaus denn überhaupt noch da? Und wie steht es um einen Zeitplan?

Die Stadt Donauwörth sei nach wie vor „in intensiven Besprechungen mit dem Kaufinteressenten“ für das Tanzhaus, der Erwin Müller Real Estate aus Buttenwiesen, teilt die Sprecherin der Stadt, Annegret Moser, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Diese Besprechungen seien „für eine beiderseitige verbindliche Regelung wesentlicher Punkte notwendig“. Sie seien aktuell jedoch noch nicht abgeschlossen. Im Einzelnen gehe es dabei einerseits um vertragliche Details des Kaufvertrages, andererseits würden baurechtliche Belange besprochen – beispielsweise die Genehmigungsfähigkeit geplanter baulicher Veränderungen – und dies auch in Übereinstimmung mit Vorgaben der Altstadtsatzung. Derzeit lege die Verwaltung in enger Abstimmung mit der Käuferseite die Inhalte einer Bauvoranfrage fest. Grundsätzlich entspreche die, so Moser, dem Konzept, das Anfang August öffentlich vorgestellt wurde – hier insbesondere mit der Erhaltung des Stadtsaals „als wesentlichem Eckpfeiler“.

Gerüchte, der Investor habe das Interesse an dem in der Stadt mitunter umstrittenen Projekt verloren, seien nicht richtig. Dies bestätigt Florian Linder vom Investor Erwin Müller Real Estate: Man sei „ganz intensiv im Gespräch“, der „Status“ habe sich nicht geändert. Es gelte aktuell, „die Rahmenbedingungen zu klären“.

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Einen exakten Zeitplan gibt es offenbar bis dato nicht. Der Umbaubeginn sei nach Klärung der Detailfragen „auch abhängig davon, wie viel Zeit der Investor für die Planungsphase und die Bauvorbereitung veranschlagt“, erklärt Moser weiter. Zur zeitlichen Planung berichtet die Sprecherin, dass „in Absprache mit der Erwin Müller Real Estate“ städtische Veranstaltungen bis Ende März im Tanzhaus stattfinden könnten, also einschließlich des Frühjahrs-Seniorenkonzerts mit der Stadtkapelle.

Oberbürgermeister Armin Neudert steht nach wie vor hinter der Entscheidung, das Tanzhaus aus dem Besitz der Stadt zu geben: „Der Entschluss zum Verkauf ist ein großer Schritt für die Stadt, den sich der Stadtrat nicht leicht gemacht hat. Umgekehrt ist es aber auch ein großes Projekt für die Käuferseite. Dass beiden Seiten verlässliche Vorabsprachen wichtiger sind, als übereiltes Handeln, halte ich für positiv.“ Parallel zu diesen Abklärungen prüfe die Stadtverwaltung derzeit auch alternative Veranstaltungsorte für die Übergangszeit zwischen den Umbauarbeiten und der Wiedereröffnung.

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