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Verkehr

27.09.2019

Tapfheim: Beschwerden über Schulbusse

Bürgermeister Malz sieht „massive Verschlechterung“ nach Übernahme durch Unternehmen der Deutschen Bahn

In Tapfheim wurden massive Beschwerden im Gemeinderat Tapfheim über den Schülerverkehr geäußert.

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Seit Beginn des Schuljahres 2019/20 wird der morgendliche Schülerverkehr in Tapfheim durch eine Bietergemeinschaft der Deutschen Bahn übernommen; dies war das Ergebnis der vorgeschriebenen Ausschreibung des Schülerverkehrs der Stadt Donauwörth, in dem das Gebiet der Gemeinde Tapfheim mit eingebunden ist. Bislang seien negative Veränderungen spürbar, teilt Bürgermeister Karl Malz unserer Zeitung mit.

„Dabei wurde vermutlich von einem von der Stadt Donauwörth beauftragten Planungsbüro neben der Optimierung des Schüler- und Linienverkehrs für die Bevölkerung der wirtschaftliche Aspekt überbewertet“, meint Malz. Als Resultat, so äußerten es mehrere Gemeinderäte, hat dies für alle Schüler eine spürbare Verschlechterung des Schülerverkehrs zur Folge.

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So würden Busfahrer, die die Linie nicht genau kennen, mitunter Haltestellen vergessen und nähmen in der Folge Schüler einfach nicht mit.

Laut Malz gibt es „Fahrer, die sprachlich nicht in der Lage sind, mit den Schülern und Eltern zu kommunizieren, Grundschüler, die nicht mal eine Antwort bekommen, ob das auch ihr richtiger Bus ist“. Eine Kennzeichnung im Bus, welche Strecke er fährt oder wohin er fährt, fehle oft. Hinweise gingen im Rathaus ein, dass an den Haltestellen die Warnblinkanlage nicht eingeschaltet sei.

Malz: „Der Planer hat aus unserer Sicht auch die Takte zu eng gesetzt, sodass selbst wenn nur durch einen kleinen Baustellenbetrieb ein Stau entsteht, die Fahrzeiten nicht zu halten sind, was durch die örtliche Unkenntnis der Fahrer nochmals verschärft wird.“

Gerade außerorts werde versucht, dies mit Geschwindigkeit auszugleichen, was insbesondere aufgrund der fehlenden Sitzplätze ein sehr hohes Unfallrisiko berge.

Mehrere Eltern seien, wie der Bürgermeister weiter berichtet, bereits an Malz und verschiedene Gemeinderäte herangetreten und haben gerade die fehlenden Platzkapazitäten, welche auch aus ihrer Sicht ein hohes Sicherheitsrisiko bergen, bemängelt und angemahnt.

Der Gemeinderat rügt die derzeitige Situation und hat Bürgermeister und Verwaltung beauftragt, an die Stadt Donauwörth heranzutreten um zu prüfen, ob es nicht sinnvoll und machbar ist, den Schülerverkehr auf das bisherige System wieder umzustellen.

„Bezahlen unterm Strich muss den Schülerverkehr sowieso die Gemeinde Tapfheim beziehungsweise anteilig am Schulverband die Gemeinde Tapfheim“, resümiert Tapfheims Rathauschef und fügt hinzu: „Der Gemeinde Tapfheim ist ein sicherer und zuverlässiger Schülerverkehr deutlich wichtiger als eine Kostenoptimierung zulasten unserer Schüler.“

Mit Nachdruck haben sich die Tapfheimer Gemeinderäte dafür ausgesprochen, „dass man endlich damit aufhören soll, immer nur Kosten zu sparen statt nachhaltig auf die Qualität des Verkehrs zu achten, was zur Sicherheit unserer Kinder der wichtigste Faktor sein muss“. (dz)

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