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Rain-Mittelstetten

07.09.2016

Technischer Defekt als Ursache für den Großbrand?

Liebe Kollegen,Rund 100 Feuerwehrmänner waren am späten Dienstagabend in Mittelstetten im Einsatz. Dort geriet eine Lagerhalle in Brand.
Bild: Würmseher

Nach dem Unglück in Mittelstetten ermittelt die Kriminalpolizei. Der betroffene Hofbesitzer lobt die Feuerwehrleute: „Das hätte auch schlimmer ausgehen können.“

Bei einem Großbrand im Rainer Stadtteil Mittelstetten ist Dienstagnacht eine landwirtschaftlich genutzte Lagerhalle komplett zerstört worden. Nach Angaben der Polizei entstand ein Schaden von mindestens einer halben Million Euro.

Das Anwesen gehört Rudolf Ruisinger, Ortssprecher für Mittelsteten im Rainer Stadtrat. Er und seine Familie konnten das Haus unversehrt verlassen. Tiere wurden ebenfalls nicht verletzt. Wie der 56-Jährige sagte, habe seine Frau gegen 21 Uhr das Wohngebäude verlassen und dabei Brandgeruch bemerkt. „Sie hat zuerst eine Art Knall gehört.“ Als er selbst nachsehen wollte, habe eines der Nebengebäude bereits lichterloh gebrannt. „Das ging alles wahnsinnig schnell“, berichtet Ruisinger. Die Flammen griffen auf weitere Stadel und ehemalige Stallungen über. Dort waren Stroh und Heu untergebracht – etwa 500 Ballen, so der Landwirt. „Jetzt haben wir keinen einzigen mehr.“ Vieh befindet sich seit einiger Zeit nicht mehr auf dem Hof, da der Bauer vor ein paar Jahren einen neuen Stall außerhalb gebaut hat.

Auch landwirtschaftliche Maschinen wurden Raub der Flammen. Diese hätten nun allesamt einen „Totalschaden“. Um den Betrieb provisorisch weiterzuführen – „die 140 Kühe brauchen ja weiterhin jeden Tag ihr Futter“ – helfen derzeit Nachbarn und Freunde mit Leihgeräten aus. Etwa 100 Feuerwehrmänner – aus Rain, Mittelstetten, Feldheim, Staudheim, Gempfing-Überacker und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung – sowie das BRK waren am Dienstag bei dem Brand im Einsatz. Sie verhinderten, dass die Flammen auf das Wohnhaus übergriffen. Das Feuer war kilometerweit zu sehen.

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Die Hauptlöscharbeiten hätten etwa bis 1 Uhr gedauert, so Ruisinger, der die ganze Nacht keine Minuten Schlaf fand. Zu tief saß und sitzt noch immer der Schock. „Da ist einfach Leere. So etwas habe ich noch nie erlebt und das brauche ich auch nie wieder.“ Den Einsatzkräften spricht er ein großes Lob aus: „Sie haben hervorragende Arbeit, das hätte auch noch schlimmer ausgehen können.“

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, nach derzeitigem Stand wird am ehesten von einer technischen Ursache als Auslöser ausgegangen. Um die Frage abschließend zu klären, wird vermutlich am Freitag ein Sachverständiger hinzugezogen. AZ

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