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Landkreis Donau-Ries

17.12.2017

Tierhalteverbot gefordert

Miserable Zustände auf einem Bauernhof in einem Oettinger Stadtteil, wie die Tierschutzorganisation Animals United berichtet.
Bild: Animals United

Tierschützer prangern Veterinäramt des Landkreises wegen der Zustände in einem Bauernhof weiter an.

Landkreis Nach den Berichten über einen vernachlässigten Bauernhof im Raum Oettingen mit fragwürdigen Bedingungen für die Rinder kritisiert die Tierschutzorganisation „Animals United“ weiterhin das Veterinäramt im Landratsamt Donau-Ries.

Der Animals-United-Geschäftsführer Viktor Gebhart schreibt in einer Pressemitteilung: „Der Vergleich des Veterinäramts mit dem Führerschein hinkt, denn es handelt sich bei dem Bauern nicht um den ersten Verstoß, sondern eine konsequente Reihe an Verstößen, die trotz Auflagen weiter bestehen.“ Der Geschäftsführer findet, dass es nicht „um ein paar kleine Parkvergehen oder eine kleine Temposünde geht, sondern um schwerwiegende Mängel in der „Haltung“ von Rindern und Katzen, die Leiden verursachen und bereits mehrfach zum Tod der Tiere geführt haben“.

Würde ein Verkehrsdelikt vorsätzlich zum Tod eines Passanten führen, gebe es unverzüglich ein Fahrverbot, so Gebhart. Deswegen fordert er für den Hof weiterhin ein Tierhalteverbot. Anders als das Veterinäramt sehen die Tierschützer nach eigenen Angaben Verletzungsgefahr für die Tiere, weswegen Handeln dringend nötig wäre.

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Außerdem seien Gebhart zufolge bereits Tiere auf dem Hof verendet. Die persönliche Situation und Resignation des Bauern dürfe nicht zur Ausrede für das Ausbleiben nachhaltigen Einschreitens werden. Mehrfach sei vergebens Hilfe angeboten worden. „Es muss akut etwas getan werden, bevor noch mehr Tiere leiden und sterben.

Genau das ist aber absehbar“, sagt Gebhart. „Dass die Polizei schon vor fast einem Jahr Anzeige erstattet hat, steht in starkem Widerspruch zu den anfänglichen Aussagen der Stadt und der Behörden, nichts gewusst haben zu wollen und erst nachprüfen zu müssen. Dies wirft weitere Fragen auf, die es zu klären gilt.“

Wie berichtet, sind Tierrechtler mit erschreckenden Bildern des Hofes am Dienstag an die Öffentlichkeit gegangen.

Die Polizei hatte bereits im Januar Anzeige erstattet. Jetzt sahen sich erneut Vertreter des Veterinäramts den Hof an und erteilten die Auflage, die Rinder statt zweimal dreimal täglich zu tränken. Außerdem dürfe der Landwirt nur frisches Futter verwenden. Im gestrigen Artikel waren die Trink-Angaben vertauscht. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen. (pm/vmö)

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